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VEZG - Schlachtschweinenotierung um weitere 7 Cent angehoben

© üixabay

BONN. Für das begrenzte Angebot an Schlachtschweinen werden die Schlachtunternehmen in der Europäischen Union diese Woche weitere Aufschläge zahlen müssen. So rasant wie in den Vorwochen geht es aber nicht mehr überall nach oben. In Deutschland hob die Vereinigung der Erzeugergemeinschaften für Vieh und Fleisch (VEZG) heute ihre maßgebliche Notierung um 7 Cent auf 1,92 Euro/kg Schlachtgewicht (SG) an. Damit hat sich das Tempo des Anstiegs verlangsamt; der Preissprung von insgesamt 72 Cent/kg in den vergangenen sechs Wochen muss erstmal vom Markt verkraftet werden. Zudem hat das Lebendangebot zuletzt wieder etwas zugenommen, da zurückgehaltene Tiere nun in die Vermarktung gelangten. Knapp und nachgefragt blieben die Tiere trotzdem.

Auch in Belgien war laut dortigen Analysten zu beobachten, dass „Spekulationsschweine“ auf dem Markt kamen und kurzfristig das Angebot etwas vergrößerten. Dieser Effekt dürfte jedoch nicht lange anhalten. Beim für Belgien zuletzt wichtigen Absatz von Schweinehälften nach Osteuropa stießen die Verkäufer mittlerweile zudem an Grenzen mit ihren Preisforderungen. In Frankreich tagt heute Abend am Marché du Porc Breton (MPB) eine Kommission und beurteilt die letztwöchige Anhebung des maximalen Notierungsanstiegs von 5 Cent/kg auf 10 Cent/kg. Je nach Ausgang dieser Gespräche wird für morgen am MPB ein Notierungsplus innerhalb dieser Grenzen erwartet.

In Spanien wurden die Regeln für den möglichen Anstieg der Notierung am Mercolleida nicht geändert. Vorige Woche war es um den Maximalbetrag von 6 Cent/kg Lebendgewicht (LG) heraufgegangen, und dies dürfte auch morgen der Fall sein. Neben einem zu geringen Lebendangebot belastet derzeit in vielen Landesteilen ein Transportstreik die Verbringung von Schweinen und Fleisch. In Italien ist die Nachfrage für die begrenzt verfügbaren Schlachttiere ebenfalls groß, da Frischware für die saisonal steigende Produktion von Würsten und Grillfleisch benötigt wird. Zwar drängen auch dort die Erzeuger auf Änderungen bei der Deckelung des Notierungsanstiegs, doch konnten sie sich bisher nicht durchsetzen. Analysten rechnen deshalb für Morgen mit einem Anstieg des italienischen Leitpreises für Schlachtschweine um die maximal zulässigen 5 Cent/kg LG. AgE

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