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Niedersachsen – AOtte-Kinast stellt Ackerbaustrategie vor

Barbara Otte-Knast; Foto: ©Landwirtschaftsministerium Niedersachsen/ Timo Jaworr

SCHICKELSHEIM/HANNOVER. In Niedersachsen hat Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast die Eckpunkte einer eigenen Ackerbau- und Grünlandstrategie vorgelegt. „Ziel ist es, die gesellschaftlichen Erwartungen an die Pflanzenproduktion mit dem Wunsch nach einer zukunftsfähigen heimischen Landwirtschaft und den Einkommensinteressen der Landwirte unter einen Hut zu bekommen“, erklärte die Ministerin heute bei der Vorstellung der Strategie in Schickelsheim. Um eine nachhaltige Landwirtschaft zu gewährleisten, werde man dabei auch an Reduktionszielen im Bereich Pflanzenschutz und Düngung nicht vorbeikommen. Nur ein gesunder Boden sichere das Einkommen der Landwirte und liefere hochwertige Lebensmittel.

Laut Otte-Kinast ist die niedersächsische Ackerbau- und Grünlandstrategie Baustein eines Gesellschaftsvertrages, mit dem Landwirtschaft und Gesellschaft miteinander versöhnt werden und Perspektiven für einen produktiven und nachhaltigen Pflanzenbau aufgezeigt werden sollen. Teil der Lösung sei auch der Naturschutz-Rahmenvertrag „Niedersächsischer Weg“, auf den die neue Strategie ebenso wie auf die Ackerbaustrategie des Bundes abgestimmt sei. „Wir brauchen eine Landwirtschaft, die von der Gesellschaft akzeptiert wird“, zeigte sich die CDU-Politikerin überzeugt. Die neue Strategie werde Wertschöpfung und Wertschätzung miteinander verbinden.

Die Ministerin hob hervor, dass die Ackerbau- und Grünlandstrategie kein fertiges Papier sei, sondern ein „dynamischer Prozess“. Es sollten ständig Maßnahmen aufgenommen werden, die sich als positiv herausstellten. Ministeriumsangaben zufolge wurde die Strategie von sieben Arbeitsgruppen entwickelt, die zum jetzigen Zeitpunkt Ziele auf neun Arbeitsfeldern aufgestellt haben. Im Bereich Pflanzenbau und Düngung sollen beispielsweise Nährstoffüberschüsse und Emissionen verringert werden.

Für das Themenfeld Pflanzenschutz werden als Ziele die Sicherung und Stärkung der Biodiversität, die Verringerung der Wirkung auf Nichtzielorganismen und ein Reduktionsprogramm genannt. Die übrigen Arbeitsfelder umfassen Fruchtfolge und Sorten, Boden und Moore, Bewässerung im Pflanzenbau, Klimaveränderungen, die gesellschaftliche Akzeptanz sowie Biodiversität und Grünland; hier gehören zu den Zielvorgaben eine nachhaltige und planungssichere Honorierung der Bereitstellung öffentlicher Güter sowie der Erhalt der flächengebundenen Tierhaltung und die Unterstützung der Weidehaltung.

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