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Zentralverband Gartenbau - Gemüseproduzenten in der Kostenfalle

Bild von Jatuphon Buraphon auf Pixabay

BERLIN. Die hohen und weiter steigender Energie- und Betriebsmittelpreise bedrohen nach Einschätzung des Zentralverbandes Gartenbau (ZVG) inzwischen die Primärproduktion im Gemüsesektor. Der Vorsitzende der Bundesfachgruppe Gemüsebau (BfG) im ZVG, Christian Ufen, beklagte heute eine „zunehmend dramatische Situation“ der Erzeuger und warnte, dass die nächste Anbausaison aufgrund der hohen Energie- und Betriebsmittelpreise „akut gefährdet“ sei. Die Düngemittelpreise für den Freilandanbau sowie die Energiepreise und selbst die für Holz gehen nach seinen Worten „durch die Decke“.

„Nicht zuletzt durch Corona ist die Bedeutung der heimischen Produktion und eines hohen Selbstversorgungsgrades deutlich geworden“, konstatierte Ufen. Unabhängig davon werde es für die hiesigen Produzenten aber immer schwieriger, kostendeckend oder gar gewinnbringend zu produzieren, auch um nötige Investitionen in noch mehr Umwelt- und Klimaschutz zu leisten. Angesichts der zahlreichen Unsicherheitsfaktoren sei keine treffende Preiskalkulation mehr möglich, erklärte Ufen. Dabei stünden gerade jetzt die Preisverhandlungen mit dem Lebensmitteleinzelhandel an.

Nach Darstellung des Vorsitzenden der Fachgruppe müssen sich die Gartenbauer zudem mit weiteren akuten Problemen auseinandersetzen: So stehe regional die Bewässerung in Frage, da manche Wasserversorger den Gartenbau bereits als zweitrangig einstuften. Für die Unterglasbetriebe komme erschwerend die CO2-Bepreisung hinzu, erläuterte Ufen. Insbesondere habe sich das Antragsverfahren bei der Deutschen Emissionshandelsstelle (DEHSt) zur Aufnahme des Gartenbaus in die Carbon-Leakage-Verordnung als wahres „Bürokratiemonster“ entpuppt. Ufen sieht die Politik deshalb in der Pflicht, für ein bürokratiearmes und praxistauglicheres Verfahren zu sorgen, damit die Betriebe hinsichtlich der CO2-Bepreisung eine Chance auf Entlastung bekommen. AgE

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