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Waldbrandsaison - Von Elverfeldt: Green Deal verwandelt Wälder in „Pulverfässer“

© Max von Elverfeldt

BERLIN/BRÜSSEL. Das im Green Deal und in der deutschen Waldpolitik ausgegebene Ziel, Waldflächen zunehmend aus der Nutzung zu nehmen, stellt nach Einschätzung des Vorsitzenden der Familienbetriebe Land und Forst, Max von Elverfeldt, eine große Gefahr dar. Wälder sich selbst zu überlassen, steigere die Waldbrandgefahr erheblich aufgrund des erhöhten Totholzanteils, stellte der Verbandvorsitzende heute vor dem Hintergrund der aktuellen Waldbrände in Deutschland und anderen EU-Ländern fest. „Dies verwandelt unsere Wälder in Pulverfässer“, die zu schwer kontrollierbaren Feuern führen können, wie aktuell in Brandenburg oder in der Sächsischen Schweiz, so der Verbandschef.

Laut von Elverfeldt hat zuletzt unter anderem Prof. Roland Irslinger von der Hochschule für Forstwirtschaft in Rottenburg auf diese Problematik aufmerksam gemacht. Es sei wichtig, diese wissenschaftlichen Einsichten ernst zu nehmen und sie aufzugreifen. „Der aktuelle Klimatrend lässt weitere Dürreperioden und somit ein stark steigendes Waldbrandrisiko für die nächsten Jahrzehnte erwarten“, gibt der Vorsitzender der Familienbetriebe Land und Forst zu bedenken.

Oberstes Ziel müsse es daher sein die Wälder klimastabil umzubauen. Mit ihrem Biomasseanteil, die die Brandressource im Wald darstelle, lägen deutsche Wälder an der Spitze der Europäischen Union, hätten damit aber eine mehrfach höhere Brandlast. Auf Dauer könne man nur mit einem nachhaltigen Wirtschaftswald mit akzeptablem Holzvorrat der Waldbrandgefahr entgegenwirken, konstatierte von Elverfeldt.

Neben den Bränden in Brandenburg sowie der Sächsischen Schweiz und dem angrenzenden Tschechien scheint sich vor allem in Frankreich und Portugal die Lage auch aufgrund der anhaltenden Dürre weiter zuzuspitzen. Einem französischen Feuerwehrsprecher zufolge hat das Feuer im Südwesten des Landes nahe der Atlantikküste bereits deutlich mehr als 370 ha Wald- und Buschland zerstört. In Portugal sollen in der Region nördlich von Lissabon insgesamt etwa 300 ha Wald den Flammen zum Opfer gefallen sein. Im ganzen Land sind nach Medienberichten noch acht größere Waldbrände aktiv. AgE

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