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Vereinigte Staaten – Ausweitung der Strafzölle droht

Bild: ©Meshmerize - shutterstock

ROM/WASHINGTON/BRÜSSEL. Die Vereinigten Staaten spielen offenbar mit dem Gedanken, ihre Strafzölle auf Lebensmittel aus der Europäischen Union auszuweiten. Wie der mitgliederstärkste italienische Landwirtschaftsverband (Coldiretti) berichtete, sollen Wein, Olivenöl und Teigwaren aus Italien mit zusätzlichen Abgaben in Höhe von bis zu 100 % belegt werden. Laut dem Verband würden damit Exporte im Wert von 3 Mrd Euro getroffen.

Verbandspräsident Ettore Prandini forderte die EU-Kommission auf, die Agrar- und Ernährungsindustrie vor Auseinandersetzungen zu schützen, die nichts mit diesen Branchen zu tun hätten. Zudem müsse Italien die Dinge selbst in die Hand nehmen und seine Produkte im Ausland besser vermarkten. Gebraucht werde eine Agentur, die den Unternehmern dabei zur Seite stehe.

Im Jahr 2019 hatte die italienische Agrar- und Ernährungswirtschaft Produkte im Wert von 4,7 Mrd Euro in die USA exportiert. Mit Ausfuhren im Wert von 1,5 Mrd Euro sind Italiens Winzer die wichtigsten Weinlieferanten für die Vereinigten Staaten. Bislang war die Weinproduktion des Landes - im Gegensatz zu der in Frankreich und Spanien - von den US-Strafzöllen ausgenommen.

Widerstand regt sich derweil auf beiden Seiten des Atlantiks. In seltener Einigkeit haben Branchenorganisationen aus Europa und den USA gegen die Abgaben auf alkoholische Getränke protestiert. Insgesamt 17 Verbände aus der Europäischen Union, den USA und dem Vereinigten Königreich haben die nun beendeten Konsultationen des Washingtoner Handelsministeriums zu den Zöllen genutzt, um Argumente gegen die Abgaben vorzutragen und die Abschaffung zu fordern.

Wie die Branchenorganisationen, darunter auch spiritsEurope, erklärten, haben die Strafzölle die Probleme der Unternehmen in der Corona-Krise noch verschärft. Die USA und die EU müssten den betroffenen Branchen unter die Arme greifen, anstatt sie mit zusätzlichen Abgaben zu belasten, so die Forderung.

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