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Verbraucherschutz - Lebensmittel und Getränke im Wert von 54 Millionen Euro beschlagnahmt

© Europol

DEN HAAG/LYON/BERLIN. Die internationalen Polizeibehörden Interpol und Europol haben im Rahmen ihrer jüngsten Operation gegen Lebensmittelbetrug namens „OPSON X“ Lebensmittel und Getränke im Gesamtwert von 53,8 Mio Euro beschlagnahmt. Wie die beiden Behörden heute mitteilten, wurde die Operation zwischen Dezember 2019 und Juni dieses Jahres durchgeführt. Dabei seien insgesamt 15 451 t an illegalen Produkten eingezogen worden. An der Operation, die zehnte ihrer Art, waren Strafverfolgungsbehörden aus insgesamt 72 Ländern, darunter 26 EU-Mitgliedstaaten, beteiligt.

Im Rahmen von „OPSON X“ stellten die Ermittler unter anderem gefälschten Honig sicher. Bei fast 500 Kontrollen spürten die Behörden in 7 % der Fälle nicht rechtskonforme Produkte auf, was zur Beschlagnahme von insgesamt rund 51 t gefälschten Honigerzeugnissen führte. Konkrete Maßnahmen gab es in 17 Staaten, darunter nach Angaben von Interpol neben Deutschland auch in Belgien, Frankreich, Österreich und in den USA.

Laut Europol ist vor allem die Streckung echten Honigs mit deutlich billigerem Maissirup oder Zuckerrohr ein Problem. Solche Praktiken führten zu Preisdruck auf dem Honigmarkt und daraus resultierten wirtschaftliche Schwierigkeiten der ehrlichen Imker.

Neben den gefälschten Honigerzeugnissen wurden im Zuge der Operation außerdem 1,7 Mio l an Wein, Bier und alkoholischen Getränken beschlagnahmt. Die Fälschung von Alkohol stellt nach Angaben von Europol eine „ernsthafte Bedrohung“ für die Verbraucher dar, und wirkt sich zugleich nachteilig auf die legitimen Hersteller aus.

Das Europäische Amt für Betrugsbekämpfung (OLAF) koordinierte die Maßnahmen zur Bekämpfung des Betrugs im Zusammenhang mit Alkohol und Wein. Die meisten Verstöße standen den Behördenmeldungen zufolge mit Wein und Wodka im Zusammenhang. Gezielte Bekämpfungsmaßnahmen erfolgten unter anderem in Deutschland, Bulgarien, Tschechien, Estland, Frankreich und Ungarn.

Wie das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) berichtete, nahmen die deutschen Lebensmittelüberwachungsbehörden im Zuge von „OPSON X“ an der europaweiten Schwerpunktaktion zur Überprüfung von importiertem Honig teil. Bei drei der insgesamt 73 untersuchten Honige sei Fremdzucker nachgewiesen worden. Die Proben wurden dem BVL zufolge bei der Einfuhr, bei Importeuren, bei Abfüllern sowie im Handel genommen.

In einer zusätzlichen nationalen Aktion prüfte das Bundesamt unterschiedliche Fleischerzeugnisse im Hinblick auf die deklarierte Tierart. Bei sieben von insgesamt 264 untersuchten Proben seien nichtzutreffende Angaben hinsichtlich der Tierart nachgewiesen worden. Die Kontrollen wurden laut BVL im Groß- und Einzelhandel, bei Hersteller- und Verarbeitungsbetrieben sowie in der Gastronomie durchgeführt. Untersucht worden seien überwiegend Wildfleischerzeugnisse, Fertigfleischprodukte sowie Verarbeitungsfleisch. AgE

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