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Unwetterschäden - Große Spendenbereitschaft und Unterstützung aus dem Agrarbereich

© Vereinigte Hagel

BONN. Nach der Flutkatastrophe in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen, aber auch in Bayern und Sachsen gibt es im Agrarsektor eine große Spenden- und Unterstützungsbereitschaft. So riefen heute unter dem Motto „Genossenschaften helfen“ die Genossenschaftsorganisation Deutschlands in einer konzertierten Hilfsaktion zu Spenden für die Opfer der Flutkatastrophe in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Bayern auf. Diverse bundesweite, regionale und lokale Initiativen seien bereits gestartet, und immer neue kämen hinzu, berichtete der Deutsche Raiffeisenverband (drv). Unterstützer könnten sich an den verschiedenen Aktionen beteiligen (www.dgrv.de/spendenaufruf). „Genossenschaften stehen für solidarisches Miteinander. Gerade auch in schwierigen Zeiten übernehmen sie Verantwortung für ihre Region und die Gesellschaft. Deshalb rufen wir gemeinsam zur Unterstützung der Flutopfer auf“, erklärte DRV-Präsident Franz-Josef Holzenkamp, der auch Präsident des Deutschen Genossenschafts- und Raiffeisenverbandes (DGRV) ist.

Die BayWa AG unterstützte mit einer Geldspende von 1 Mio Euro an die Hilfsorganisation „Die Johanniter“ die Opfer der Flutkatastrophe in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Bayern. Die Volksbanken und Raiffeisenbanken sowie die DZ BANK Gruppe stellten dem Technischen Hilfswerk (THW) 1,25 Mio Euro als nationale Soforthilfe zur Verfügung.

Der Deutsche Bauernverband (DBV) berichtete auf Anfrage von AGRA-EUROPE, dass die Welle der Hilfsbereitschaft groß sei. Bei der Schorlemer-Stiftung gebe es einen „regen Eingang“ an Spenden; wahrscheinlich werde mindestens die Größenordnung der Aktion aus dem Jahr 2013 erreicht. So berichtete der Landwirtschaftsverlag Münster, dass er die Schorlemer-Stiftung mit insgesamt 20 000 Euro unterstütze. Die Agrargenossenschaft Kreinitz folgte ebenfalls dem Spendenaufruf der Schorlemer-Stiftung und des Sächsischen Landesbauernverbandes (SLB) und spendete 5 000 Euro.

Die Bayer CropScience Deutschland GmbH stellte kurzfristig ausreichende Mengen an Pflanzenschutzmitteln für die Behandlung der Fläche im Ahrtal zur Verfügung. Wie das Unternehmen heute mitteilte, wird der Bedarf über die Raiffeisen Rhein-Ahr-Eifel Handelsgesellschaft mbH koordiniert, damit die Hilfe auch zielgenau ankommt, wo sie gebraucht wird. Zudem würden die Winzer mit einer ausreichenden Menge an Schutzkleidung versorgen. Wo das möglich sei, würden Bayer-Mitarbeiter persönlich die Winzer bei anstehenden Maßnahmen und Aufräumarbeiten unterstützen. Für die Landwirte, die bereits seit Tagen im Freiwilligendienst im gesamten Katastrophengebiet mit schwerer Technik und persönlichem Einsatz unterwegs seien, stellte Bayer CropScience Deutschland laut eigenen Angaben weitere 10 000 Euro für Sachausgaben bereit. Schon zu Wochenbeginn hatte das Unternehmen 600 000 Euro als Soforthilfe an das Deutsche Rote Kreuz (DRK) sowie zwei Stiftungen in Leverkusen und Wuppertal gespendet.

Die Handelsverbände starten unter dem Dach des Handelsverbandes Deutschland (HDE) gemeinsam mit dem Online-Marktplatz eBay unter www.handelsverband-hilft.de eine Hilfsaktion für den vielerorts hart getroffenen Einzelhandel. Mittels eines von eBay zur Verfügung gestellten Portals sollen dringend benötigte Güter gezielt und koordiniert zu den Händlern in den betroffenen Regionen gelangen. Auch die Entsorgungsunternehmen engagieren sich bei der Beseitigung der Flutschäden. Der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Sekundärrohstoffe und Entsorgung (bvse), Eric Rehbock, dankte den Mitarbeitern, die seit Tagen in den betroffenen Überflutungsregionen tätig sind. Die Aufgaben, die sich vor Ort stellten, seien riesig. Der bvse werde weiterhin seinen Teil dazu beitragen, um die Probleme anzugehen. AgE

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