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Ukraine-Krieg - EU-Landwirte bauen deutlich mehr Sonnenblumen an

© pixabay

BRÜSSEL. Die Landwirte in der Europäischen Union dürften angesichts des Ukraine-Krieges und der daraus resultierenden Verknappung an Sonnenblumenssat beziehungsweise -öl eine deutliche Ausweitung des Anbaus dieser Kultur vornehmen. Wie die Union zur Förderung von Öl- und Proteinpflanzen (UFOP) heute unter Berufung auf Angaben der EU-Kommission in Berlin berichtete, sollen zur diesjährigen Ernte in den 27 Mitgliedstaaten insgesamt rund 4,7 Mio ha mit Sonnenblumensaat gedrillt werden; das wären fast 200 000 ha mehr als 2021. Der EU-Dachverband der Getreidehändler (COCERAL) war in seiner März-Vorhersage von nur 4,47 Mio ha ausgegangen.

Der bisher im Jahr 2013 markierte EU-Höchstwert an Sonnenblumenflächen von 4,6 Mio ha würde den Kommissionszahlen zufolge übertroffen. Dies sei angesichts einer unklaren Aussaat- und Pflegesituation des Sonnenblumenanbaus in der Ukraine als Folge des anhaltenden Krieges ein wichtiges Signal für die Marktversorgung der europäischen Ölmühlen, stellte die UFOP fest.

Flächenmäßig größter Produzent innerhalb der EU-27 ist Rumänien, das gemäß der Kommissionsprognose für Sonnenblumen ein Flächenplus von 56 000 ha auf rund 1,3 Mio ha erwartet. Auf Platz zwei folgt Bulgarien mit aktuell avisierten 875 000 ha. Damit würde die Anbaufläche dort um 4,4 % ausgeweitet. Auch Frankreich wird es nach den jüngsten Angaben der EU-Kommission bei dieser Ölsaat auf einen Zuwachs der Flächen von 4,4 % bringen, und zwar auf 729 000 ha. In Ungarn und in Spanien soll das Sonnenblumenareal im Vergleich zu 2021 um schätzungsweise jeweils 4,5 % zulegen, nämlich auf 680 000 ha beziehungsweise auf 654 000 ha.

Wie die UFOP außerdem feststellte, zeichnet sich auch ein deutlicheres Plus - allerdings auf niedrigem Niveau - in Deutschland ab. Nach der Recherche der Agrarmarkt Informations-GmbH werde die Anbaufläche für Sonnenblumen hierzulande um 5,3 % auf etwa 40 000 ha vergrößert.

Im Hinblick auf die Erntemenge geht die EU-Kommission in ihrer Prognose laut der Förderunion von Erträgen in Höhe von 23,8 dt/ha im Gesamtdurchschnitt aus, was ein Zuwachs gegenüber dem Vorjahr von knapp 2 % bedeuten würde. Demnach würde das Gesamtergebnis bei 11,2 Mio t liegen, verglichen mit geschätzten knapp 10,7 Mio t im vergangenen Jahr. COCERAL hatte im März dagegen noch einen Rückgang der EU-Produktion von Sonnenblumensaat auf weniger als 10 Mio t vorausgesagt. AgE

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