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Tierschutz - Vorschläge für langfristige Vereinbarkeit von Wolf und Weidetierhaltung

(c) pixabay

BERLIN. Ihre Forderung nach langfristigen Lösungen im Umgang mit Wölfen und dem Herdenschutz hat die Plattform Weidetierhaltung und Wolf bekräftigt. Im Vorfeld der Bundestagswahl hat das Bündnis aus Verbänden der Weidetierhaltung, der Jagd und des Natur- und Tierschutzes einen Fünf-Punkte-Plan vorgeschlagen, der neben einer professionellen Herdenschutzberatungen, dem Ausbau der Prävention und der darauf ausgerichteten Förderung auch Verbesserungen der wirtschaftlichen Situation der Weidetierhalter umfasst. Die Aufnahme des Wolfs ins Jagdrecht wird abgelehnt, allerdings pocht das Bündnis auf eine bundesweite Vereinheitlichung der Riss-Statistik.

„Der Abschuss von Wölfen blind nach Quote ersetzt keinen Herdenschutz. Was nach kurzfristiger Lösung klingt, ist in Wahrheit Augenwischerei”, erklären die beteiligten Verbände. Nach ihrer Einschätzung wandern auch nach Abschüssen stetig neue Wölfe zu oder durchstreifen kurzzeitig die Weidegebiete und können dann jederzeit ungeschützte Weidetiere erbeuten. Die Plattform weist darauf hin, dass der gezielte Abschuss von problematischen Wölfen, die ordnungsgemäß geschützte Weidetiere gerissen haben, schon heute möglich sei. Dagegen seien ungezielte Quotenjagden auch EU-rechtlich höchst problematisch und trügen nicht zur Lösung von Konflikten bei.

Die im Bündnis vertretenen Verbände und Organisationen räumen ein, dass die Risszahlen tendenziell steigen, betonen aber, dass dies aber zum Großteil ungeschützte Weidetiere betreffe. Nach ihrer Darstellung befinden sich die Weidetierhaltenden aufgrund der schlechten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen oftmals schon in einer schwierigen Lage, bevor Wölfe zurückkehren und zusätzliche Kosten verursachen. Bürokratie bei der Beantragung von Förderanträgen für Herdenschutzzäune und -hunde sowie lange Bearbeitungszeiten von Anträgen seien zusätzliche Hürden für die Weidetierhaltung.

Die Plattform Weidetierhaltung und Wolf besteht seit 2017 und setzt sich aus elf Verbänden zusammen. Beteiligt sind neben der Arbeitsgemeinschaft Herdenschutzhunde und dem Bundesverband der Berufsschäfer (BVBS) unter anderem der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), der Deutsche Tierschutzbund, der Ökologische Jagdverband (ÖJV), der Naturschutzbund Deutschland (NABU) und der World Wide Fund For Nature (WWF) Deutschland. AgE

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