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Schweiz – Immer weniger Beschäftigte in der Landwirtschaft

Foto: ©Hakon Fossmark - Pixabay

NEUCHÂTEL. Die Zahl der in der Schweizer Landwirtschaft Tätigen ist weiter rückläufig. Laut den heute zum Welternährungstag vom Bundesamt für Statistik (BfS) veröffentlichten, aktualisierten Zahlen waren es 2019 insgesamt noch gut 150 100 Beschäftigte; das waren 2 300 weniger als im Jahr zuvor und fast 19 700 weniger als im Jahr 2009. Dabei verringerte sich die Zahl der Vollbeschäftigten im Jahresvergleich um gut 1 300 auf knapp 67 000; im Jahr 2009 waren es noch annähernd 75 500 gewesen.

Im Unterschied zur Landwirtschaft hat die Zahl der Mitarbeiter in der gesamten Lebensmittelkette dem BfS zufolge in den vergangenen Jahren zugenommen, und zwar von rund 535 500 im Jahr 2011 auf mehr als 546 800 im Jahr 2018. Die Lebensmittelhersteller in der Schweiz zählten 2018 insgesamt gut 87 700 Beschäftigte; das waren rund 4 000 mehr als 2011. Noch stärker war der Zuwachs im Bereich „Restaurants, Bars, Kantinen und Carter“; hier erhöhte sich die Mitarbeiterzahl im selben Zeitraum um rund 12 700 auf gut 178 100. Dagegen blieb die Zahl der Beschäftigten im Lebensmitteleinzelhandel konstant; sie belief sich 2018 auf gut 96 400, verglichen mit 96 500 sieben Jahre zuvor.

Zur wirtschaftlichen Entwicklung der Schweizer Landwirtschaft hatte das Bundesamt bereits vor wenigen Tagen neue Zahlen veröffentlicht. Demnach dürfte die Branche in diesem Jahr eine Bruttowertschöpfung - Differenz von Produktionswert und Vorleistungen - von etwa 4,42 Mrd sfr (4,11 Mrd Euro) generieren; das wären trotz der Corona-Pandemie 5,8 % mehr als 2019. Während der Wert der Gesamtproduktion mit 11,39 Mrd sfr (10,60 Mrd Euro) nahezu unverändert ausfallen soll, zeichnet sich eine Entlastung bei den Produktionskosten ab. Die Statistiker gehen hier von einem Rückgang um 3,1 % auf 6,98 Mrd sfr (6,50 Mrd Euro) aus.

Ohne Berücksichtigung der Teuerung zeichnet sich nach den Berechnungen des BfS allerdings eine Verschlechterung der Bruttowertschöpfung der Landwirtschaft um 1,4 % ab. Hinsichtlich der Arbeitsproduktivität rechnen die Statistiker für das laufende Kalenderjahr mit einer Abnahme um 0,6 %, wobei sie von einem Rückgang des Arbeitsvolumens um 0,8 % ausgehen. Im Vergleich zu 2000 hat sich die Arbeitsproduktivität in der Landwirtschaft der Schweiz jedoch um 34 % erhöht.

Die Staatsbeiträge für die Landwirtschaft werden laut BfS gemäß den ersten, auf den Voranschlag des Bundes gestützten Schätzungen gegenüber 2019 praktisch unverändert bleiben. Mit nahezu 3,0 Mrd sfr (2,8 Mrd Euro) machten diese Beiträge 2020 rund 21 % der Gesamtressourcen des Agrarsektors aus und bildeten damit einen wichtigen Bestandteil des sektoralen Einkommens, stellten die Statistiker fest.

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