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Schweiz - Emmi meldet trotz Umsatzsteigerung schwächeres Ergebnis

© Emmi

LUZERN. Der Schweizer Molkereikonzern Emmi hat im ersten Halbjahr 2022 trotz deutlich höherer Erlöse spürbare Einbußen beim Ergebnis hinnehmen müssen. Die Emmi-Gruppe erwirtschaftete einen Umsatz von 2,016 Mrd sfr (2,09 Mrd Euro); das waren 7,0 % mehr als in der ersten Jahreshälfte 2021. Dennoch verschlechterte sich das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) um 16,1 % auf 108,6 Mio sfr (112,8 Mio Euro). Der Reingewinn ging um gut ein Fünftel auf 78,1 Mio sfr (81,1 Mio Euro) zurück. Die Konzernführung begründete dies mit hohen Inputkosten bei gleichzeitig verzögerten Verkaufspreiserhöhungen. Für das Gesamtjahr 2022 rechnet sie jetzt mit einem inflationsgetriebenen, leicht höheren Wachstum von 5 % bis 6 % sowie einem etwas tieferen Ergebnis.

Der Vorstandschef der Emmi-Gruppe, Urs Riedener, erklärte, dass die eingeleiteten Verkaufspreiserhöhungen ihre Wirkung entfalteten. Er sei zuversichtlich, dass die für das Gesamtjahr revidierten Ziele erreicht würden. Treiber für das Umsatzwachstum im Berichtshalbjahr war laut Emmi primär das Auslandsgeschäft und hier insbesondere die Entwicklung in Brasilien, Mexiko und Tunesien, aber auch in den USA und Spanien. Positiv wirkten sich außerdem die anhaltende Dynamik bei Markenkonzepten sowie die einsetzende Erholung im Food Service- und Industriekundenbereich aus.

Das Geschäft der Division Americas, welche die USA, Brasilien, Spanien, Tunesien, Chile, Mexiko und Kanada umfasst, legte laut Konzernangaben im Halbjahresvergleich vor allem preisbedingt um 19,6 % auf fast 799 Mio sfr (829 Mio Euro) zu. Im vorigen Dezember hatte die Emmi-Gruppe den amerikanischen Käsehersteller Athenos übernommen, die Nummer eins im US-Fetamarkt. Weniger erfreulich verlief aus Sicht der Schweizer zuletzt das Geschäft der Division Europa, die Deutschland, Italien, Niederlande, Frankreich, Großbritannien und Österreich abdeckt. Aufgrund negativer Akquisitions- und Währungseffekte gingen die Umsätze hier um 1,1 % auf 348 Mio sfr (361 Mio Euro) zurück.

Der Heimatmarkt von Emmi, die Division Schweiz, erzielte im Zeitraum Januar bis Juni 2022 einen Nettoerlös von 808 Mio sfr (839 Mio Euro), was ein Plus von 0,8 % bedeutete. Der Anteil des Inlandgeschäfts am Konzernumsatz verringerte sich gegenüber dem ersten Halbjahr 2021 um 2,4 Prozentpunkte auf 40,2 %. Es zeichnet sich ab, dass die Division Americas in Kürze bei den Erlösen den Heimatmarkt von Emmi überholen wird. Das Schweizer Geschäft des Molkereiunternehmens wurde zuletzt durch einen verstärkten Importdruck im Einzelhandel aufgrund der Euro-Schwäche gebremst. AgE

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