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Pflanzenzucht - Absatz von Z-Saatgut zur Ernte 2022 gestiegen

© GFZS

BONN. Der Verkauf von Zertifiziertem Saatgut (Z-Saatgut) über alle Getreidearten ist im Wirtschaftsjahr 2021/22 gestiegen. Nach Angaben des Getreidefonds Z-Saatgut (GFZS) erhöhte sich die betreffende Vermarktungsmenge im Vergleich zu 2020/21 um 165 982 dt beziehungsweise 3,2 %. Mit Abstand die wichtigste Kultur ist dabei laut GFSZ der Winterweizen mit einer Anbaufläche von 2,89 Mio ha und einer Absatzsteigerung um 5,0 % auf 2 518 334 dt. Unter dem Strich sieht der Fonds allerdings noch Steigerungspotential, denn über alle Getreidekulturen lag der Anteil der mit Z-Saatgut zur Ernte 2022 bestellten Flächen bei 59 %; etwas höher war dieser beim Sommergetreide mit 61 %.

Um das Saatgut rechtzeitig verteilen zu können, bedarf es dem Getreidefonds zufolge auch einer gut organisierten Logistik und frühzeitigen Bestellung der Saatware durch den Landwirt. GFZS-Geschäftsführer Dr. Dennis Hehnen appelliert daher an alle Landwirte, sich frühzeitig mit den verfügbaren Sorten zu beschäftigen und diese beim Händler des Vertrauens zu erwerben.

Hehnen gab zu bedenken, dass samenbürtigen Krankheiten am effektivsten mit Z-Saatgut entgegengewirkt werden könne, da der Landwirt eine geprüfte Qualität nicht nur im Hinblick auf Reinheit, Fremdbesatz und Keimfähigkeit, sondern auch hinsichtlich der Pflanzengesundheit erhalte. Die Vermehrungsbestände für Z-Saatgut würden genauestens auf Krankheitsbefall geprüft. Zudem werde das Saatgut durch eine sorgfältige Aufbereitung geschützt. So könnten eine Weiterverbreitung von Krankheiten durch den Einsatz von Z-Saatgut effizient eingedämmt und der Krankheitsdruck reduziert werden, betonte der Geschäftsführer. Dies könne später ansonsten notwendige Pflanzenschutzmaßnahmen vermeiden.

Um den künftigen Herausforderungen - etwa Weizensorten, die mit weniger Wasser auskommen oder neue Krankheiten tolerieren können - begegnen zu können, sei die Saatgutwirtschaft auf einen steigenden Saatgutwechsel angewiesen, erklärte Hehnen. „Ohne ausreichenden Rückfluss aus Z-Lizenz- und Nachbaugebühren sind die notwendigen Investitionen in Zuchtprogramme und die daraus resultierenden Zuchtfortschritte nicht zu leisten“, stellte der GFZS-Geschäftsführer klar. Man sei aber optimistisch, dass der Einsatz von Z-Saatgut in den kommenden Jahren noch weiter ansteigen werde. AgE

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