Zur Navigation springen Zum Inhalt springen
Radio öffnen
StartPause

realPlayerWinampiTunesWindows Media Player

Österreich – Rinderbestand fällt auf neuen Tiefstwert

WIEN. Nachdem die Zahl der Rinder in Österreich Ende 2019 auf den tiefsten Stand seit dem zweiten Weltkrieg gesunken war, haben die Landwirte 2020 den Bestand nochmals verringert. Wie die Statistik Austria gestern mitteilte, gab es zum Stichtag 1. Dezember 2020 noch 1,855 Millionen Rinder auf den Höfen; das waren 24 100 Tiere oder 1,3 % weniger als zwölf Monate zuvor. Der größte Rückgang, nämlich um 2,8 % auf 414 000 Stück, wurde beim Jungvieh von einem Jahr bis unter zwei Jahre festgestellt. Beim Jungvieh bis zu einem Lebensjahr gab es eine Abnahme um 1,1 % auf 599 000 Tiere. Die Entwicklung im Jungviehbereich lässt eine weitere Einschränkung der Rinderproduktion in der Zukunft erwarten.

Etwas weniger stark - um 0,6 % auf 842 500 Tiere - verminderte sich der Bestand an Rindern von mindestens zwei Jahren. Knapp stabil blieb dabei die Milchkuhherde mit rund 525 000 Tieren. Die Zahl der am Stichtag rinderhaltenden Betriebe in Österreich verringerte sich im Jahresabstand um 2,4 % auf 55 000; auch dies war ein neuer Negativrekord. Die durchschnittliche Herdengröße erhöhte sich auf 34 Rinder je Betrieb. Der bereits über Jahre erfolgte Abbau der Bestände führte 2020 in dem Alpenland zu einem weiteren Rückgang der Rinderschlachtungen, und zwar um 5,6 % auf 590 500 Tiere. Bei den Kälbern stieg das Schlachtaufkommen im Vorjahresvergleich dagegen um 2,2 % auf 56 300 Stück.

Ausgeweitet wurde von Österreichs Landwirten im vergangenen Jahr der Schweinebestand. Hier verzeichneten die Wiener Statistiker gegenüber 2019 einen Zuwachs um 1,2 % beziehungsweise 33 200 Tiere auf insgesamt 2,806 Millionen Stück. Der Ferkelbestand legte um 2,0 % auf 664 000 Tiere zu, und bei den Jungschweinen wurde ein Plus von 2,5 % auf 740 000 Stück ermittelt. Die Zahl der Mastschweine in der Gewichtsklasse 50 kg bis unter 80 kg blieb mit 558 000 Tieren weitgehend stabil, während es im Segment 80 kg bis unter 110 kg ein Minus von 1,4 % auf 463 000 Stück gab.

Deutlich zugelegt hat der Bestand der schwereren Mastschweine über 110 kg; hier verzeichnete Statistik Austria einen kräftigen Zuwachs um 8,7 % auf 150 000 Tiere. Zu diesem Anstieg dürften die coronabedingten Absatzprobleme bei schlachtreifen Schweinen beigetragen haben.

Unsere Kooperationspartner, Unterstützer und Sponsoren

WEITERE NEWS

BONN. Das Bundeslandwirtschaftsministerium hat in dieser Woche einen Gesetzentwurf zur Haltungskennzeichnung an die Wirtschaft zur Stellungnahme verschickt. Sehr kritisch bewertet der Bundesverband Rind und Schwein (BRS) dieses Papier und warnt...

Weiterlesen

BONN. Der Verkauf von Zertifiziertem Saatgut (Z-Saatgut) über alle Getreidearten ist im Wirtschaftsjahr 2021/22 gestiegen. Nach Angaben des Getreidefonds Z-Saatgut (GFZS) erhöhte sich die betreffende Vermarktungsmenge im Vergleich zu 2020/21 um...

Weiterlesen

LONDON. Der Internationale Getreiderat (IGC) hat seine Prognose für das globale Getreideaufkommen 2022/23 heute zwar geringfügig nach unten korrigiert, erwartet aber weiterhin die historisch zweitgrößte Ernte. Die Londoner Fachleute beziffern die...

Weiterlesen

STUTTGART. Die Auswirkungen des Ukraine-Krieges schlagen auch in der Landwirtschaft voll durch. Wie der Präsident des Landesbauernverbandes in Baden-Württemberg (LBV), Joachim Rukwied, heute bei der Erntepressekonferenz in Stuttgart-Plieningen...

Weiterlesen

BERLIN. Der Präsident des Bauernverbandes Mecklenburg-Vorpommern, Detlef Kurreck, ist neuer erster Vizepräsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV). Der Diplom-Agraringenieur wurde heute von DBV-Präsident Joachim Rukwied zum Nachfolger von Werner...

Weiterlesen

LUZERN. Der Schweizer Molkereikonzern Emmi hat im ersten Halbjahr 2022 trotz deutlich höherer Erlöse spürbare Einbußen beim Ergebnis hinnehmen müssen. Die Emmi-Gruppe erwirtschaftete einen Umsatz von 2,016 Mrd sfr (2,09 Mrd Euro); das waren 7,0 %...

Weiterlesen