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Österreich – Agrareinkommen 2020 um gut 5 Prozent gestiegen

Foto: ©Nattanan Kanchanaprat - Pixabay

WIEN. Nach dem Rückgang im Jahr 2019 sind die landwirtschaftlichen Einkommen in Österreich im vergangenen Jahr wieder gestiegen. Darauf deutet die zweite Vorschätzung der Landwirtschaftlichen Gesamtrechnung (LGR) hin, die heute von der Statistik Austria vorgelegt worden ist. Demnach erhöhte sich das landwirtschaftliche Einkommen je Arbeitskraft - gemessen als Nettowertschöpfung zu Faktorkosten - 2020 real durchschnittlich um 5,4 %. Im Jahr 2019 war hier ein Minus von 5,8 % verzeichnet worden. Erwirtschaftet wurde von den Landwirten ein Gesamtproduktionswert in Höhe von gut 7,71 Mrd Euro; gegenüber dem Vorjahr bedeutete das einen Zuwachs um 241 Mio Euro oder 3,2 %.

Ausschlaggebend für die positive Einkommensentwicklung war nach Angaben der Wiener Statistiker die pflanzliche Produktion. Wertmäßige Zuwächse bei Getreide, Obst und Futterpflanzen ließen den pflanzlichen Produktionswert um schätzungsweise 7,6 % auf 3,39 Mrd Euro steigen. Mit Ausnahme des Obstbaus, der von starken Frostschäden betroffen war, fielen die Produktionsmengen höher aus als 2019. Die Erzeugerpreise für pflanzliche Produkte legte laut Statistik Austria im Mittel um 2,8 % zu. Dabei hätten höheren Preisen vor allem für Frischobst kräftige Einbußen bei Kartoffeln gegenübergestanden.

Der Wert der tierischen Erzeugung ging gemäß den Berechnungen der Statistiker dagegen leicht zurück, und zwar um 0,6 % auf 3,58 Mrd Euro. Absatzprobleme und Preisrückgänge infolge der Corona-Pandemie hätten zu einem deutlich kleineren Produktionswert von Rindern sowie für Einbußen in der Schweineproduktion geführt. Positiver sei die Entwicklung mit einem leichten Wertanstieg infolge höherer Preise in der Milchproduktion ausgefallen.

Die in der Einkommensberechnung berücksichtigten öffentlichen Gelder beziffern die Statistiker auf gut 1,46 Mrd Euro; das waren 0,3 % mehr als 2019. Die Aufwendungen für Vorleistungen, Abschreibungen und sonstige Produktionsabgaben schätzt die Behörde für 2020 auf 6,56 Mrd Euro, was im Vorjahresvergleich einem Plus von 1,9 % entspricht. Für das landwirtschaftliche Faktoreinkommen, das die Entlohnung der in der Landwirtschaft eingesetzten Produktionsfaktoren Boden, Arbeit und Kapital misst, leitet sich daraus ein Anstieg um 4,9 % auf knapp 2,62 Mrd Euro ab. Bei einem Rückgang des landwirtschaftlichen Arbeitseinsatzes von 1,8 % betrug der Anstieg je Arbeitskraft nominell 6,8 % und real 5,4 %. Real lag dieser damit noch unter dem Stand von 2010.

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