Zur Navigation springen Zum Inhalt springen
Radio öffnen
StartPause

realPlayerWinampiTunesWindows Media Player

Ölsaatenanbau – Erntebare Rapsfläche in Deutschland stark ausgeweitet

Foto: ©Congerdesign - Pixabay

LÜDINGHAUSEN. Die Aussichten auf die diesjährige Rapsernte sind offenbar doch nicht so ungünstig wie zunächst befürchtet wurde. Wie Kleffmann Digital heute berichtete, haben sich selbst schlecht aufgelaufene Rapsfelder in dieser Saison im Frühjahr erholt. Nach rückläufigen Zahlen in den beiden vergangenen Jahren könne erstmals wieder eine Ausweitung der erntebaren Flächen verbucht werden. Laut den Messungen durch CropRadar von Kleffmann wird die Rapserntefläche 2020 um etwa 60 000 ha größer ausfallen als im Vorjahr. Der amtlichen Statistik zufolge wurde der Winterrapsanbau um 11,7 % auf 953 000 ha ausgedehnt. Kleffmann Digital beziffert die mit der schwarzen Ölfrucht bestellte Anbaufläche aktuell auf rund 972 900 ha.

Die Erweiterung der Anbauflächen mache sich insbesondere in den neuen Bundesländern wie Sachsen-Anhalt und Sachsen bemerkbar; dort seien auch die erntebaren Flächen im Vergleich zum Vorjahr deutlich ausgedehnt worden, stellte das Unternehmen fest. Während im Frühjahr 2019 in Sachsen-Anhalt 75 379 ha Raps zur Blütezeit auf den Feldern gestanden habe, seien es in diesem Jahr 106 544 ha, was einem Zuwachs von nahezu 40 % entspreche.

Dieser Anstieg habe überrascht und dazu geführt, dass der Validierungsprozess - die Überprüfung der Satellitendaten durch Vor-Ort-Begehungen - deutlich ausgeweitet worden sei, so Kleffmann Digital. Für den Landkreis Börde habe CropRadar zum Beispiel eine Rapsfläche von 11 889 ha ermittelt. Bei einer Überprüfung dieser Daten anhand von mehr als 70 Feldern habe sich das Ergebnis bestätigt. Entsprechende Validierungen seien auch in weiteren Bundesländern durchgeführt worden. Zum Verifizieren der Algorithmen wurden laut Unternehmensangaben insgesamt 11 504 Flächen kalibriert.

Die Flächenausweitung überrasche auch vor dem Hintergrund, dass in der aktuellen Saison der Raps nur sehr verhalten aus den Startlöchern gekommen sei, führte Kleffmann Digital aus. So habe die sichtbar gut aufgelaufene Fläche im Januar noch 780 000 ha betragen. Im weiteren Anbauverlauf habe sich der Raps unter guten Witterungsbedingungen dann aber sehr positiv entwickelt. So habe die Ölsaat dieses Jahr durchschnittlich zwei Wochen eher als gewöhnlich in der Blüte gestanden. Die Bestände sähen insgesamt gut aus; die Reihen stellten sich auf dem Satellitenbild überwiegend geschlossen dar.

Unsere Kooperationspartner, Unterstützer und Sponsoren

WEITERE NEWS

PEKING. Immer mehr Fleischherstellern rund um den Globus ist wegen Corona-Ausbrüchen in ihren Produktionsbetrieben die Ausfuhr von Fleisch nach China untersagt. Nach Angaben der chinesischen Zollverwaltung betraf das bis zum vergangenen Sonntag...

Weiterlesen

STUTTGART. Stühlerücken an der Spitze des Verbandes der Agrargewerblichen Wirtschaft (VdAW). Der Landhändler Wilhelm Lohrmann wurde bereits am vorletzten Donnerstag in Kirchheim von der Mitgliederversammlung einstimmig zum neuen VdAW-Präsidenten...

Weiterlesen

BERLIN. Die Situation der tierischen Veredlung in Deutschland und deren Perspektiven ist neben der Corona-Gesetzgebung ein Schwerpunkt im Bundestag, der in dieser Woche zu seinen letzten Sitzungen vor der parlamentarischen Sommerpause zusammentritt....

Weiterlesen

WASHINGTON. Während in Deutschland die Erzeuger ihre Schweinebestände abbauen, stocken die US-Farmer ihre Herden weiter auf. Dies geht aus den jüngsten Zahlen des amerikanischen Landwirtschaftsministeriums (USDA) zum Viehbestand hervor. Demnach...

Weiterlesen

BERLIN. Joachim Rukwied soll Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV) bleiben. Das Verbandspräsidium schlug heute nach einer geheimen Wahl der Mitgliederversammlung vor, Rukwied wiederzuwählen. Für den seit 2012 amtierenden Verbandschef wäre es...

Weiterlesen

BERLIN. Auch im Rahmen ihrer aktuellen Ausschreibungsrunde zum 1. Juni konnte die Bundesnetzagentur ihre selbstgesteckten Ziele für Windenergieanlagen an Land nicht erreichen. Eigenen Angaben zufolge verzeichnete die Behörde bei einer...

Weiterlesen