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Öko-Regelungen - Verbände warnen vor Benachteiligung von Biobetrieben

(C) pixabay

BERLIN. Öko- und Umweltverbände haben ihre Kritik an den geplanten nationalen Durchführungsverordnungen zur Umsetzung der künftigen Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) bekräftigt. Der Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) und der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) warnten heute gemeinsam vor einer massiven Gefährdung von Biobetrieben, sollten die Vorstellungen des Bundeslandwirtschaftsministeriums für die Ausgestaltung der Öko-Regelungen Realität werden.

Die Verbände kritisieren, dass die Biobetriebe in dem vorgelegten Entwurf für die GAP-Direktzahlungen-Verordnung bei der Förderung schlechter gestellt würden. Sie begründen das damit, dass nicht alle sieben Öko-Regelungen, mit denen ab 2023 Klima- und Umweltleistungen innerhalb der Ersten Säule honoriert werden sollen, den Biobetrieben offenstünden. Diesen Höfen werde es dadurch verwehrt, „mehr für die Umwelt leisten zu können“, so die Befürchtung.

„Bund und Länder müssen sicherstellen, dass mit der GAP der Ausbau des Ökolandbaus finanziell gesichert ist“, erklärte der BUND-Vorsitzende Olaf Bandt. Wer den Ökolandbau gefährde, gefährde den Umbau hin zu einer umweltfreundlichen Landwirtschaft. Biobäuerinnen und Biobauern gingen bei der Transformation voran und wirtschafteten heute schon ressourcen-, tier- und klimafreundlich. „Wir brauchen mehr Bio, nicht weniger“, mahnte Bandt.

Laut BÖLW-Vorstandsmitglied Alexander Gerber sendet der vorliegende Verordnungsentwurf das Signal, „wir wollen keinen Umbau Richtung Nachhaltigkeit, sondern weitermachen wie bisher.“ Das stehe im Widerspruch zur Zukunftskommission Landwirtschaft (ZKL), die einen solchen Umbau fordere. Gerber betonte insbesondere die Notwendigkeit, die Weidehaltung über die Öko-Regelungen zu stützen. AgE

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