Zur Navigation springen Zum Inhalt springen
Radio öffnen
StartPause

realPlayerWinampiTunesWindows Media Player

Naturkatastrophen - Munich Re beziffert Schäden nach Sturzfluten auf rund 33 Milliarden Euro

© pixabay

MÜNCHEN. Deutschland hat im vergangenen Jahr erhebliche Schäden durch Naturkatastrophen davongetragen, insbesondere durch außergewöhnlich starke Niederschläge. Das geht aus der Schadensbilanz des Rückversicherers Munich Re hervor, die gestern vorgelegt wurde. Demnach belaufen sich in der Bundesrepublik die Gesamtschäden, die durch die starken Sturzfluten im Juli entstanden sind, auf rund 33 Mrd Euro. Den Gesamtschaden der Flutereignisse in Europa beziffert das Versicherungsunternehmen auf rund 46 Mrd Euro.

Der versicherte Anteil sei wegen der unversicherten Infrastrukturschäden und der begrenzten Versicherungsdichte für Hochwasser relativ gering gewesen, berichtete Munich Re. Insgesamt hätten die Versicherer 11 Mrd Euro getragen, wovon laut dem Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) 8,2 Mrd Euro bei Versicherern in Deutschland angezeigt worden seien. „Es war die bislang teuerste Naturkatastrophe in Deutschland und Europa“, betonte Munich Re.

Weltweit haben Naturkatastrophen im Jahr 2021 laut dem Rückversicherer erheblich höhere Schäden verursacht als in den beiden Vorjahren. Stürme, Hochwasser, Waldbrände sowie Erdbeben zerstörten demnach auf Basis vorläufiger Daten Werte in Höhe von 280 Mrd $ (247 Mrd Euro), wovon etwa 120 Mrd $ (106 Mrd Euro) von den Versicherern getragen wurden. Die Versicherungslücke sei etwas zurückgegangen und habe sich auf rund 57 % belaufen.

Der Chef-Klimatologe und Leiter der Abteilung „Climate Solutions“ bei Munich Re, Ernst Rauch, wertete die Katastrophen-Statistik 2021 als „auffällig“. Etliche der extremen Unwetterereignisse gehörten zu jenen, die durch den Klimawandel häufiger und schwerer würden. Dazu zählt Rauch Schwergewitter in den USA auch im Winterhalbjahr sowie Starkregen mit Hochwasser in Europa. „Auch wenn Ereignisse nicht einfach dem Klimawandel zugeordnet werden können, liefert die Analyse der Veränderungen über Jahrzehnte hinweg plausible Indizien für einen Zusammenhang mit der Erwärmung der Atmosphäre und Ozeane“, so der Munich Re-Klimatologe. Aus seiner Sicht wird die Anpassung an steigende Risiken durch den Klimawandel eine Herausforderung. AgE

Unsere Kooperationspartner, Unterstützer und Sponsoren

WEITERE NEWS

BONN. Das Bundeslandwirtschaftsministerium hat in dieser Woche einen Gesetzentwurf zur Haltungskennzeichnung an die Wirtschaft zur Stellungnahme verschickt. Sehr kritisch bewertet der Bundesverband Rind und Schwein (BRS) dieses Papier und warnt...

Weiterlesen

BONN. Der Verkauf von Zertifiziertem Saatgut (Z-Saatgut) über alle Getreidearten ist im Wirtschaftsjahr 2021/22 gestiegen. Nach Angaben des Getreidefonds Z-Saatgut (GFZS) erhöhte sich die betreffende Vermarktungsmenge im Vergleich zu 2020/21 um...

Weiterlesen

LONDON. Der Internationale Getreiderat (IGC) hat seine Prognose für das globale Getreideaufkommen 2022/23 heute zwar geringfügig nach unten korrigiert, erwartet aber weiterhin die historisch zweitgrößte Ernte. Die Londoner Fachleute beziffern die...

Weiterlesen

STUTTGART. Die Auswirkungen des Ukraine-Krieges schlagen auch in der Landwirtschaft voll durch. Wie der Präsident des Landesbauernverbandes in Baden-Württemberg (LBV), Joachim Rukwied, heute bei der Erntepressekonferenz in Stuttgart-Plieningen...

Weiterlesen

BERLIN. Der Präsident des Bauernverbandes Mecklenburg-Vorpommern, Detlef Kurreck, ist neuer erster Vizepräsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV). Der Diplom-Agraringenieur wurde heute von DBV-Präsident Joachim Rukwied zum Nachfolger von Werner...

Weiterlesen

LUZERN. Der Schweizer Molkereikonzern Emmi hat im ersten Halbjahr 2022 trotz deutlich höherer Erlöse spürbare Einbußen beim Ergebnis hinnehmen müssen. Die Emmi-Gruppe erwirtschaftete einen Umsatz von 2,016 Mrd sfr (2,09 Mrd Euro); das waren 7,0 %...

Weiterlesen