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Matif-Weizen - Kräftige Kursabschläge nach neuen Höchstständen

© pixabay

PARIS. Nachdem die Pariser Weizenfutures zum Wochenbeginn als Reaktion auf den von Indien verhängten Exportstopp für diese Getreideart neue Rekordstände erreichten, sind die Kurse im weiteren Handelsverlauf wieder abgerutscht. An der Matif kostete der Weizenfuture mit Fälligkeit im September 2022 am Dienstag in der Spitze noch 444,50 Euro/t, gab aber bis heute gegen 17.50 Uhr auf 420,25 Euro/t nach. Das waren aber noch 3,75 Euro/t mehr als der Abrechnungskurs vom vergangenen Freitag. Der Dezember-Future rangierte nach einer ebenfalls hochvolatilen Entwicklung zuletzt um 3 Euro/t über dem Kursniveau sieben Tage zuvor. Damit blieb der charttechnische Aufwärtstrend für beide Termine intakt.

Marktexperten begründeten die zuletzt deutlichen Kursverluste unter anderem mit einer geringfügigen Lockerung des indischen Ausfuhrstopps. Die Regierung in Neu Delhi hatte erklärt, noch Weizenausfuhren zuzulassen, die mit vor dem 13. Mai ausgestellten Akkreditiven oder Zahlungsgarantien abgesichert seien.

Für Preisdruck an der Matif sorgten auch die Bemühungen der Vereinten Nationen (UN), die Getreidelieferungen der kriegsgeschüttelten Ukraine wieder in Gang zu bringen. UN-Generalsekretär António Guterres sagte am Mittwoch, dass er zu diesem Zweck in „intensivem Kontakt“ mit Russland, der Ukraine, der Türkei, den USA und der EU stehe. Ziel sei es, eine Verschärfung der weltweiten Nahrungsmittelkrise zu verhindern.

Derweil hob der Internationale Getreiderat IGC) gestern seine Prognose für die russischen Weizenexporte in der kommenden Vermarktungssaison 2022/23 um 2,8 Mio t auf 37 Mio t an. Die Londoner Experten begründeten ihre optimistische Prognose mit guten Ernteaussichten; das russische Weizenaufkommen wird nun bei 84,7 Mio t gesehen; im April waren 2,2 Mio t weniger erwartet worden. Damit würde die Vorjahresmenge um 9,7 Mio t übertroffen.

Unterdessen deuteten die Wettervorhersagen für wichtige Anbaugebiete in den USA und Europa auf Regen und nachlassende Hitze in der kommenden Woche hin. Allerdings benötigt das Getreide in französischen Anbaugebieten nach Einschätzung von Pflanzenbauexperten bis Juli noch viel Regen, um deutliche Ertragseinbußen zu vermeiden. Auf den Weizenkursen lastete zuletzt auch die Furcht der Börsenakteure vor einer weltweiten Rezession. AgE

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