Zur Navigation springen Zum Inhalt springen
Radio öffnen
StartPause

realPlayerWinampiTunesWindows Media Player

Marktversorgung vor der Ernte - Hamburger Getreidehändler hoffen auf baldige Entspannung

Thorsten Tiedemann © VdG

HAMBURG. Positive Ertragsaussichten in weiten Teilen Europas lassen den Vorsitzenden des Vereins der Getreidehändler der Hamburger Börse (VdG), Thorsten Tiedemann, angesichts der aktuell engen Marktversorgung auf eine baldige Entspannung hoffen. Das regnerische Frühjahr habe das Pflanzenwachstum auf den Feldern unterstützt, erklärte Tiedemann bei der VdG-Mitgliederversammlung gestern in Hamburg. Gute Erträge könnten die Preisentwicklung bei Agrarrohstoffen und Futtermitteln zumindest etwas dämpfen. Der VdG-Vorsitzende erinnerte daran, dass in den vergangenen Jahren weltweit größere Mengen an Getreide und Ölsaaten verbraucht als produziert worden seien. Die aktuell erneut steigende Nachfrage lasse sich daher nicht aus den Beständen decken, was die Preise in die Höhe treibe.

Als „positives Signal“ wertete die stellvertretende VdG-Vorsitzende Jaana Kleinschmit von Lengefeld, die Ende April von der Europäischen Kommission vorgelegte Studie zu neuen gentechnischen Verfahren: „Die EU muss ihre Gesetzgebung für neue Züchtungstechniken an den Stand der Wissenschaft anpassen“, stellte sie bei der VdG-Mitgliederversammlung klar. Sonst verliere Europa den Anschluss an den Weltmarkt. „Wenn wir außerdem die Ziele des europäischen Green Deal erreichen wollen, müssen uns innovative Methoden zur Verfügung stehen“, betonte Kleinschmit von Lengefeld.

Der Vorsitzende der VdG-Sektion Markt- und Agrarpolitik, Andreas Schiwek, warnte mit Blick auf das von der Bundesregierung geplante Lieferkettengesetz davor, die Verantwortung innerhalb der Lieferkette allein auf die Wirtschaft abzuladen. „Die Politik muss Lösungen entwickeln, die für alle tragbar sind“, stellte Schiewk fest. Auch die Verbraucher müssten eingebunden und für die Tragweite ihrer Kaufentscheidungen sensibilisiert werden.

Von einer zumindest allmähliche Normalisierung des Geschäftsbetriebes konnte bei der Mitgliederversammlung VdG-Geschäftsführer Christof Buchholz berichten. Das Schiedsgericht tage wieder regelmäßig - mittlerweile auch ohne Einschränkungen. Die zahlreichen Fachseminare und Gremiensitzungen, die der VdG seinen Mitgliedern anbiete, hätten in den vergangenen Monaten vollständig digital stattgefunden. Gemeinsam mit dem Bundesverband Agrarhandel (BVA) habe man zudem im Januar die öffentliche Online-Seminarreihe „Gut zu wissen im Agrarhandel“ gestartet“, teilte Buchholz mit. AgE

Unsere Kooperationspartner, Unterstützer und Sponsoren

WEITERE NEWS

BERLIN. Von Nachdenklichkeit auf allen Seiten war die gestrige Debatte anlässlich der Verabschiedung der Gesetze zur Umsetzung der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) geprägt. CDU/CSU-Berichterstatter Hermann Färber zeigte sich insgesamt zufrieden mit dem...

Weiterlesen

WASHINGTON. Das weltweite Weizenaufkommen in der kommenden Vermarktungssaison dürfte noch größer ausfallen als bislang erwartet. Das amerikanische Landwirtschaftsministerium (USDA) sieht die betreffende Menge jetzt bei einem Rekord von 794,4 Mio t;...

Weiterlesen

BERLIN. Die Agrarministerkonferenz (AMK) der Länder hat sich heute für die Einführung eines neuen Fördergrundsatzes Insektenschutz im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ (GAK) ausgesprochen. Der...

Weiterlesen

BERLIN. Mit scharfer Kritik am Koalitionspartner hat Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner auf das Scheitern des von ihr eingebrachten Entwurfs für ein Tierwohlkennzeichengesetz im Bundestag reagiert. Die CDU-Politikerin warf der...

Weiterlesen

BERLIN. Das Bekenntnis zu einem neuen Fördergrundsatz „Insektenschutz“ in der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ (GAK) sieht eine Beschlussempfehlung für die morgige Agrarministerkonferenz (AMK) vor. Danach...

Weiterlesen

BERLIN. Der Deutsche Bauernverband (DBV) ist weiterhin unzufrieden mit den Gesetzentwürfen zur nationalen Umsetzung der künftigen Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP). „Die Ausgestaltung der neuen Eco Schemes ist noch immer mangelhaft“, kritisierte...

Weiterlesen