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Künftige WTO-Generaldirektorin – Nigerianerin Okonja-Iweala mahnt Reform der Organisation an

Dr. Ngozi Okonja-Iweala; Foto:© WTO

GENF. Die frisch gewählte Generaldirektorin der Welthandelsorganisation (WTO), die Nigerianerin Dr. Ngozi Okonjo-Iweala, hat grundlegende Reformen der 1994 gegründeten Organisation angemahnt. Nach ihrer Wahl gestern Abend in Genf bezeichnete es die 66-Jährige als „erstes gutes Zeichen“, dass sie in diesem Ziel von allen 164 Mitgliedern der Welthandelsorganisation unterstützt werde. „Gemeinsam können wir die WTO stärker, agiler und besser an die heutigen Realitäten anpassen“, so die bisherige Vorsitzende der Globalen Impfallianz Gavi.

Offiziell antreten wird Okonjo-Iweala ihr Amt am 1. März. Ihre Amtszeit mit der Option zur einmaligen Wiederwahl läuft am 31. August 2025 aus. Die neue WTO-Chefin ist die erste Frau und zugleich die erste Generaldirektorin vom afrikanischen Kontinent.

Die Nachfolge des im vorigen Sommer zurückgetretenen WTO-Generaldirektors Roberto Azevêdo sollte eigentlich bereits im vergangenen November stattfinden. Allerdings hatte die US-Administration unter dem vormaligen Präsidenten Donald Trump ein Veto gegen Okonjo-Iweala eingelegt. Der neue US-Präsident Joe Biden hatte jedoch vor kurzem klargestellt, die Nigerianerin als neue WTO-Chefin nicht weiter zu verhindern.

Okonjo-Iweala fungierte zwei Mal als Finanzministerin Nigerias und stand zudem für kurze Zeit an der Spitze des Außenministeriums in Abuja. Darüber hinaus war sie in verschiedenen Funktionen 25 Jahre lang bei der Weltbank in Washington tätig. Studiert hat die Entwicklungsökonomin an der US-Eliteuniversität Harvard und am Massachusetts Institute of Technology (MIT).

Erleichtert über die Bestätigung der neuen WTO-Generaldirektorin, zeigte sich EU-Handelskommissar Valdis Dombrovskis. Nachdem die EU die Kandidatur von Okonjo-Iweala von Anfang an unterstützt habe, freue er sich nun darauf, eng mit ihr zusammenzuarbeiten, um die dringend benötigte Reform der Institution voranzutreiben. Die Welthandelsorganisation müsse sich vor allem auf Regeln verständigen, die geeignet seien, eine nachhaltige und digitale Transformation der Weltwirtschaft zu fördern. Dombrovskis kündigte an, schon am Donnerstag dieser Woche konkrete Vorschläge für eine WTO-Reform veröffentlichen zu wollen. 

 

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