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Koalitionsvertrag - Bauernverband reagiert zurückhaltend

(c) Landwirt Radio

BERLIN. Zurückhaltend bewertet der Deutsche Bauernverband (DBV) den Koalitionsvertrag von SPD, Grünen und FDP. Die Vereinbarung enthalte „weitere gewaltige Herausforderungen für die Landwirtschaft“, stellte DBV-Präsident Joachim Rukwied fest. „Aufbruch, Innovation und Fortschritt sind einige Leitbegriffe aus dem Koalitionsvertrag, die auch für die Agrar- und Umweltpolitik der neuen Bundesregierung gelten müssen“, mahnte Rukwied.

Er verwies auf den tiefgreifenden und schwierigen Transformationsprozess, in dem sich die deutsche Landwirtschaft befinde. Für diese Herausforderungen greife der Koalitionsvertrag nur einen Teil der Empfehlungen auf, die alle gesellschaftlichen Gruppen gemeinsam in der Zukunftskommission Landwirtschaft (ZKL) erarbeitet hätten. „Der Umbau kann nur gelingen, wenn er als gesamtgesellschaftliche Aufgabe verstanden wird und die wirtschaftliche Nachhaltigkeit gewährleistet“, so der Bauernpräsident.

Positiv sei die Absicht, eine umwelt- und klimagerechte Landwirtschaft weiterzuentwickeln, die auch den Bauern gute wirtschaftliche Perspektiven biete. Es komme jedoch gerade bei den Vorhaben zum Naturschutz, zur Tierhaltung und zum Pflanzenschutz maßgeblich auf die Umsetzung an. Wichtiges Ziel müsse es sein, die heimische Landwirtschaft zu sichern und Strukturbrüche zu verhindern. Die neue Bundesregierung müsse auch die Veränderungen positiv begleiten, die die deutsche Landwirtschaft in den zurückliegenden Jahren angestoßen habe.

Rukwied begrüßte die Pläne zur Haltungsform- und Herkunftskennzeichnung sowie die Absicht, den Umbau zu höheren Tierwohlstandards zu erleichtern. Zu den unterstützenswerten Aspekten gehöre auch die Stärkung des kooperativen Natur- und Artenschutzes sowie der Einstieg in das Bestandsmanagement beim Wolf. AgE

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