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Koalitionsverhandlungen - Löwenstein: Umbau erfordert eigenständiges Landwirtschaftsministerium

Dr. Felix Prinz zu Löwenstein © privat

BERLIN. Ein weiterhin eigenständiges Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft fordert der Vorsitzende vom Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW), Dr. Felix Prinz zu Löwenstein. Das Mitglied der Zukunftskommission Landwirtschaft (ZKL) begründet das mit der Größe der Aufgabe, das Agrar- und Ernährungssystem umzubauen.

Der Umbau sei Regierungsaufgabe. Dafür gelte es, alle Ressorts von Landwirtschaft bis Umwelt, von Gesundheit und Verbraucherschutz bis hin zu Forschung einzubeziehen. „Angesichts der Arten- und Klimakrise, des Höfesterbens und der hohen Kosten für ernährungsbedingte Krankheiten muss das sofort angepackt werden“, fordert der Vorsitzende des Bio-Spitzenverbandes. Geklärt werden müsse, wie die Investitionen in den Umbau finanziert würden und wie sich das Verursacherprinzip auch in den Preisen für Lebensmittel abbilde.

Es gehe um eine Transformation von Landwirtschaft und Ernährung, wie sie die ZKL als gesamtgesellschaftliche Aufgabe empfohlen habe, betont Löwenstein. Seiner Einschätzung zufolge wird das nur funktionieren, wenn die Bundesregierung die gesamte Wertschöpfungskette in den Blick nimmt: „Von den Bauernhöfen über die Lebensmittelhersteller und Händler bis zu Verbraucherinnen und Verbrauchern brauchen alle einen verlässlichen und klaren Rahmen, damit sie das System nachhaltig umkrempeln können.“

Löwenstein wies darauf hin, dass Öko auch von der ZKL als das Nachhaltigkeitsprogramm beschrieben werde, das wirke und über einen relevanten und dynamischen Markt verfüge: „51 600 Bio-Bauernhöfe, -Lebensmittelproduzenten und -Händler arbeiten Hand in Hand mit Millionen von Kundinnen und Kunden schon längst am Umbau hin zu einer ökologischen Lebensmittelerzeugung.“ Die Gründe liegen für den BÖLW-Vorsitzenden auf der Hand: „Bio funktioniert heute schon, ist gesetzlich geregelt und verfügt über ein funktionierendes Kontrollsystem.“

Mit Öko könne die neue Bundesregierung viele Fliegen mit einer Klappe schlagen, von Artenschutz bis zu resilienter Wirtschaft auf dem Land und in der Stadt, so Löwenstein. Den Ausbauzielen von Bund, Ländern und EU müsse jetzt ein Umsetzungsprogramm folgen, das Ordnungsrecht ebenso beinhalte wie fiskalische Instrumente oder notwendige Investitionen. AgE

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