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Internationale Getreidemärkte - IGC rechnet mit etwas kleinerer Ernte

© pixabay

LONDON. Der Internationale Getreiderat (IGC) hat seine Prognose für das globale Getreideaufkommen 2022/23 heute zwar geringfügig nach unten korrigiert, erwartet aber weiterhin die historisch zweitgrößte Ernte. Die Londoner Fachleute beziffern die betreffende Menge jetzt auf 2,248 Mrd t Getreide. Das wären 4 Mio t Getreide weniger als noch im Juli erwartet wurden und 43 Mio t oder 1,9 % weniger als das Rekordvolumen von 2021/22. Der Durchschnitt der vergangenen drei Jahre würde damit allerdings um etwa 10 Mio t Getreide übertroffen.

Im Einzelnen passte der IGC seine Prognose für die internationale Maisproduktion 2022/23 um 10 Mio t auf jetzt 1,179 Mio t nach unten an; damit würde die Vorjahresmenge um 40 Mio t oder 3,3 % verfehlt. Optimistischer fällt dagegen die Voraussage für globale Weizenerzeugung von 778 Mio t aus; im Juli waren lediglich 770 Mio t erwartet worden. Die Vorjahresmenge würde damit um lediglich 3 Mio t Weizen verfehlt.

Indes dürfte der weltweite Getreideverbrauch 2022/23 nach Einschätzung des Getreiderats mit voraussichtlich 2,274 Mio t um 17 Mio t kleiner ausfallen als im Vorjahr. Der Bedarf für die menschliche Ernährung und für die industrielle Verwertung nehme zwar zu, doch dem stehe ein größerer Abschlag für die Verwertung als Futtermittel gegenüber, so die Londoner Fachleute. Für Mais erwarten sie in der laufenden Vermarktungssaison nun gegenüber 2021/22 ein Nachfrageminus von 18 Mio t auf 1,197 Mrd t, während für Weizen ein Plus von 3 Mio t auf 783 Mio t gesehen wird.

Laut der aktuellen IGC-Prognose werden die Getreidebestände bis zum Ende der laufenden Vermarktungsperiode im Vergleich zum Vorjahreszeitpunkt wahrscheinlich um 26 Mio t oder 4,3 % auf ein Achtjahrestief von 577 Mio t abgestockt. Außerdem dürfte das globale Handelsvolumen um 15 Mio t oder 3,5 % auf 409 Mio t eingeschränkt werden. Diese negative Entwicklung wird vor allem mit voraussichtlich kleineren Exporten der Ukraine begründet. AgE

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