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Inflation - Lebensmittel im September deutlich teurer als im Vorjahr

(c) pixabay

WIESBADEN. Die Verbraucher in Deutschland müssen aktuell für Nahrungsmittel deutlich tiefer in die Tasche greifen als 2020. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) heute mitteilte, hatten die Konsumenten im September für Lebensmittel im Schnitt 4,9 % mehr zu zahlen als im Vorjahresmonat; im August hatte die betreffende Teuerungsrate bei 4,6 % und im Juli bei 4,3 % gelegen. Die allgemeine Inflationsrate bezifferten die Wiesbadener Statistiker für den vorigen Monat auf 4,1 %; das war das höchste Niveau seit Dezember 1993.

Die ungewöhnlich hohe Inflationsrate hat laut Destatis verschiedene Gründe, darunter Basiseffekte aufgrund vergleichsweise niedriger Preise im Jahr 2020. Insbesondere die temporäre Senkung der Mehrwertsteuersätze im zweiten Halbjahr 2020 und der Preisverfall der Mineralölprodukte im Vorjahr wirkten sich nun erhöhend auf die Gesamtteuerung aus. Zusätzlich gebe es krisenbedingte Effekte, wie die deutlichen Preisanstiege auf den vorgelagerten Wirtschaftsstufen, die sich bisher aber erst teilweise oder abgeschwächt im Verbraucherpreisindex niedergeschlagen hätten, stellten die Statistiker fest. Ganz besonders machte sich bei der aktuellen Inflationsentwicklung der Anstieg der Preise für Energieprodukte um 14,3 % gegenüber September 2020 bemerkbar.

Im Segment Lebensmittel mussten die Verbraucher nach Angaben von Destatis binnen Jahresfrist insbesondere für Gemüse sowie Speisefette und -öle tiefer in die Tasche greifen; diese wurden in den Läden im Schnitt um 9,2 % beziehungsweise 6,4 % teurer angeboten. Für Molkereiprodukte einschließlich Eier wurde im Vergleich zu September 2020 von den Verbrauchern im Mittel 5,5 % mehr Geld gefordert. Die hierzulande unter dem Vorjahresniveau liegenden Milchanlieferungen bei einer anziehenden Nachfrage nach der Corona-Pandemie waren - wie auch die gestiegenen Preise am Weltmarkt - die Gründe dafür.

Spürbar verteuert haben sich beim Einkauf im Vorjahresvergleich auch Brot und Getreideerzeugnisse sowie Kaffee und Tee, nämlich um jeweils durchschnittlich 4,9 %. Bei Fleisch und Fleischwaren sowie Zucker und Süßwaren lag die Teuerung im Mittel bei jeweils 4,0 %. Am geringsten war die durchschnittliche Preissteigerung bei Obst mit 1,8 %. Keine Produktgruppe bei Nahrungsmitteln wurde laut Destatis günstiger als im September 2020 angeboten. AgE

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