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Holz- und Waldforschung - Experten empfehlen Gründung eines nationalen Zentrums

(c) pixabay

BRAUNSCHWEIG/LEIPZIG. Um die künftigen Herausforderungen für den Wald und seine Bewirtschaftung zu bewältigen, sollte ein nationales Zentrum für Wald- und Holzforschung eingerichtet werden. Das ist eine der Empfehlungen einer Arbeitsgruppe, die im Auftrag der Bundesministerien für Landwirtschaft und Bildung konkrete Vorschläge zur Stärkung der deutschen Wald- und Holzforschung ausarbeiten sollte.

„Wir werden die Probleme nicht in den Griff bekommen, wenn wir uns nur darauf beschränken, die bisher üblichen Projektförderungen mit mehr Geld auszustatten“, erklärte der Präsident des Thünen-Instituts, Prof. Folkhard Isermeyer, gestern anlässlich der Übergabe des Berichts an die Ministerien. Das Konzept ziele daher darauf ab, dass die Forschungseinrichtungen der Länder und des Bundes ihre Kräfte stärker als bisher bündelten und gemeinsam langfristige Forschungsstrategien entwickelten. Laut dem Wissenschaftlichen Geschäftsführer des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ), Prof. Georg Teutsch, hätte das nationale Zentrum das Potential, innovative wissenschaftsbasierte Lösungen für die großen Herausforderungen Klimaanpassung, Klimaschutz, Biodiversität und Bioökonomie unter einem Dach und damit integrativ zu erarbeiten.

Nach Angaben des Thünen-Instituts und des UFZ hat die Arbeitsgruppe vier Themenbereiche identifiziert, die vor dem Hintergrund des Klimawandels Priorität bei der Stärkung der Forschung und der Entwicklung von Strategien für die Forstwirtschaft erhalten sollten. Neben Zukunftskonzepten für die Waldbewirtschaftung zählen dazu Extremwetterereignisse und Krisenmanagement, holzbasierte Bioökonomie sowie Holz im Bauwesen. Die neue Einrichtung sollte in diesen Bereichen gemeinsame Forschungsstrategien entwickeln, Projektförderung organisieren, hochwertige Infrastrukturen konzipieren und bestehende Strukturen in die gemeinsame Nutzung integrieren.

Neben bestehenden forstlichen Versuchsflächen, Datenbanken und Modellsystemen sehen die Fachleute bedarf für neue Infrastrukturtypen. Sie schlagen unter anderem vor, innovative Waldbehandlungskonzepte künftig in „Wald-Reallaboren“ einer eingehenden wissenschaftlichen Analyse zu unterziehen. Parallel dazu sollte ein deutschlandweites Praxisnetzwerk etabliert werden, um auf einer größeren Anzahl von Flächen Lösungskonzepte in Zusammenarbeit von Forschung und Praxis untersuchen zu können. AgE

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