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Hitze und Trockenheit - Diesjährige Kartoffelernte spürbar kleiner als 2021

© pixabay

BERLIN. Die diesjährige Kartoffelernte in Deutschland ist kleiner ausgefallen als im vergangenen Jahr. Das zeigen vorläufige Zahlen, die heute vom Bundeslandwirtschaftsministerium vorgelegt wurden. Demnach dürfte die Erntemenge bei rund 10,3 Mio t liegen; das wären 9 % weniger als 2021 und 5 % weniger als der mehrjährige Durchschnitt. Zugrundegelegt wurden für diese Zahlen die Besondere Ernte- und Qualitätsermittlung (BEE) in Verbindung mit der Bodennutzungshaupterhebung.

Laut Ministerium konnten nach ersten Auswertungen im bundesdeutschen Durchschnitt etwa 38 t Kartoffeln pro Hektar gerodet werden. Dies würde im Vorjahresvergleich einem Rückgang um 12 % entsprechen, während der Langzeitdurchschnitt um 8 % unterschritten würde. Das Agrarressort sieht die Ursache für diese Rückgänge in den überdurchschnittlich heißen und trockenen Sommermonaten. Vor allem bei Kartoffeln, die nicht bewässert worden seien, hätten die Landwirte Ernteeinbußen hinnehmen müssen.

Obwohl die Anbaufläche 2022 um rund 8 000 ha auf 266 800 ha ausgedehnt wurde, konnten dem Ministerium zufolge damit die Ertragsrückgänge nicht kompensiert werden. Auch in Niedersachsen, dem mit 46 % Flächenanteil bedeutendsten deutschen Kartoffelgebiet, war die Anbaufläche erweitert worden. Dennoch liegt dort die Erntemenge mit rund 5,2 Mio t voraussichtlich nur knapp über der des Vorjahres.

Noch zufriedenstellend war laut Angaben des Ministeriums in vielen Regionen die Frühkartoffelernte, die bereits Ende Mai begann und am 10. August endete. Nach überwiegend guten Pflanzbedingungen im Frühjahr hätten die Bodenwasservorräte bei den frühen Sorten vielerorts für einen guten Knollenansatz gereicht. Zudem sei nach Möglichkeit bewässert worden. Mittelfrühe und späte Sorten hätten hingegen sehr unter den ununterbrochen hochsommerlichen Bedingungen gelitten. Ohne Bewässerung sei es landesweit ‑ insbesondere im Osten, aber auch in Mittel- und Süddeutschland - zu erheblichen Ertragseinbußen durch Trocken- und Hitzestress gekommen. Allein in Schleswig-Holstein seien vorrausichtlich leicht überdurchschnittliche Erträge geerntet worden.

Auch wenn viele Bestände frühzeitig abgereift seien, habe die Kartoffelernte aufgrund der hart getrockneten Böden und der zu hohen Temperaturen vielerorts nicht direkt erfolgen können, so das Agrarressort. Eine Beschädigung der Knollen und Qualitätsprobleme bei der Einlagerung seien die Folgen gewesen. Aber auch die reifen Kartoffeln in der Erde zu belassen könne Qualitätsprobleme verursachen. Zuletzt habe es Berichte über Drahtwurmbefall gegeben. Die jüngsten Niederschläge kämen zwar für Ertragszuwächse zu spät, führten jedoch vielerorts zumindest zu verbesserten Erntebedingungen. AgE

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