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Hessen – Strukturwandel der Landwirtschaft setzt sich fort

Foto: RitaE - Pixabay

WIESBADEN. Der landwirtschaftliche Strukturwandel in Hessen hat sich fortgesetzt. Wie das Hessische Statistische Landesamt (HSL) heute mit Verweis auf vorläufige Ergebnisse der Landwirtschaftszählung 2020 mitteilte, bewirtschafteten zum Stichtag 1. März etwa 15 100 Betriebe insgesamt 766 900 ha. Daraus ergibt sich eine durchschnittliche Betriebsgröße von knapp 51 ha landwirtschaftlich genutzter Fläche (LF). Zehn Jahre zuvor hatte diese Kennzahl bei 43 ha LF gelegen und 1999 bei nur etwa 26 ha LF.

Den Statistikern zufolge lag die Wachstumsschwelle 2020 wie 2010 bei 100 ha LF. Nur oberhalb dieser Marke nahm die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe noch zu, während darunter immer weniger Bauernhöfe gezählt wurden. Auf die Größenklasse mit mehr als 100 ha LF entfielen laut HSL zuletzt 15 % aller Betriebe, die zusammen die Hälfe der gesamten LF in dem Bundesland auf sich vereinigten. Ein verstärktes Wachstum wurde für die Betriebe ab 200 ha LF verzeichnet.

Mit Blick auf die Tierproduktion stellte das Statistikamt einen deutlichen Rückgang bei den Schweinehaltungen fest. Die Zahl dieser Betriebe belief sich nach den vorläufigen Zählungsergebnissen auf lediglich noch 2 430; zehn Jahre zuvor waren es noch 5 700 gewesen. Den hessischen Schweinebestand beziffern die Fachleute auf zuletzt 543 500 Tiere; das waren rund zwei Drittel weniger als 1970. Die Zahl der am Stichtag erfassten rinderhaltenden Betriebe verringerte sich im Vergleich zu 2010 um etwa 2 000 auf nur noch 6 400. Davon entfielen 1 700 Betriebe auf die Milcherzeugung, was im Zehnjahresvergleich einem Minus von 2 200 entsprach. Den gesamten aktuellen Rinderbestand Hessen veranschlagen die Wiesbadener Statistiker auf 408 800 Tiere, davon 123 300 Milchkühe.

Unterdessen belief sich der im März 2020 festgestellte Masthühnerbestand in Hessen nach Angaben der Statistikbehörde auf rund 1,1 Millionen Stück; das waren rund 100 000 Tiere weniger als zur Agrarstrukturerhebung 2013. Zugenommen hat dagegen der Legehennenbestand; diesen beziffern die Fachleute nach der jüngsten Zählung auf 1,56 Millionen Tiere; zehn Jahre zuvor waren es nur 874 000 Stück gewesen.

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