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Hessen – Entwurf zur Weiterentwicklung des Wolfsmanagementplans vorgelegt

Foto: ©Christel Sagniez - Pixabay

WIESBADEN. Das hessische Landwirtschaftsministerium hat einen Entwurf zur Weiterentwicklung des Wolfsmanagementplans für das Bundesland vorgelegt. Dieser sei den Verbänden von Weidetierhaltung, Naturschutz, Landwirtschaft und Jagd nun zur Stellungnahme zugeleitet worden, berichtete das Ressort. Zu den wesentlichen Neuerungen zähle, dass sowohl die Weidetierprämie als auch die Herdenschutz-Grundprämie attraktiver gestaltet werden sollten, unter anderem durch eine Absenkung der Zugangsvoraussetzungen.

Außerdem sollten Tierhalter im Umfeld ansässiger Wölfe künftig Unterstützung bei zusätzlichen Maßnahmen zum Herdenschutz erhalten, und zwar sowohl für Investitionen als auch für laufende Betriebsausgaben, erklärte das Ministerium. Geplant sei zudem, dass die Maschinenringe in Hessen künftig Hilfe beim Herdenschutz im Rahmen der neuen Förderkonditionen anböten. Darüber hinaus will das Ministerium beim Thema Wolf die Zusammenarbeit mit den Weidetierhaltern stärken.

Vorgesehen sei deshalb, die Gespräche mit den entsprechenden Verbänden im Rahmen einer Arbeitsgemeinschaft „Wolf in Hessen“ zu einer festen Institution zu machen, teilte das Agrarressort mit. Die Arbeitsgemeinschaft solle als wichtiges Beratungsgremium Impulse für die Fortentwicklung des Wolfsmanagementplans geben und aktuelle Fragen im Zusammenhang mit der Präsenz des Wolfs in Hessen diskutieren.

Schließlich will das Ministerium beim Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) ein „Wolfszentrum Hessen“ (WZH) einrichten. Dieses soll neben Aufgaben im Rahmen des Wolfsmonitorings, etwa die Erfassung, Bewertung und Dokumentation aller Meldungen und sonstiger Daten zum Wolf, auch Managementaufgaben übernehmen.

„Unser oberstes Ziel sind gemeinsame Rahmenbedingungen, die für alle Beteiligten nachvollziehbar und tragbar sind“, erklärte Ressortchefin Priska Hinz. Sie stellte klar, dass die Landesregierung die Sorgen der Weidetierhalterhalter sehr ernst nehme. Die vielseitige Kulturlandschaft Hessens sei nur zu bewahren, wenn auch die Weidetierhaltung erhalten bleibe.

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