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Herkunft - Aldi führt bei Schweinefrischfleisch 5xD ein

© Aldi Nord/Aldi Süd

ESSEN/MÜLHEIM. Im Juni dieses Jahres hatten Aldi Nord und Süd im Rahmen ihres „Haltungswechsels“ angekündigt, bei Frischfleisch den Ausstieg aus den Haltungsstufen 1 und 2 bis 2030 vollenden zu wollen. Nun geht der Discounter noch einen Schritt weiter. Wie der Lebensmittelhändler heute mitteilte, soll bis zum vierten Quartal 2022 bei konventionellem Schweinefrischfleisch das Sortiment konsequent auf „5xD“ umgestellt werden. Dies bedeutet, dass zukünftig jeder einzelne Schritt der gesamten Wertschöpfungskette bei konventionellem Schweinefrischfleisch - also Geburt, Aufzucht, Mast, Schlachtung und Zerlegung sowie Verarbeitung - in Deutschland stattfinden muss. Ausgenommen hiervon sind nur internationale Spezialitäten, Bioprodukte, Filets und Tiefkühlartikel.

Ein wesentlicher Bestandteil des Haltungswechsels sei, zukünftig noch stärker auf Ware aus Deutschland zu setzen und so die heimische Landwirtschaft zu unterstützen, so Aldi. Dies tut das Unternehmen nach eigenen Angaben bei Schweinefrischfleisch schon länger. Lediglich der erste Schritt der Wertschöpfungskette - die Ferkelgeburt - finde derzeit auch noch in Nachbarländern statt. „Mit unserer Zusage zu ‚5xD‘ schließen wir eine Lücke und bekennen uns einmal mehr zur deutschen Landwirtschaft. Mit unserer frühzeitigen Ankündigung geben wir zudem allen Beteiligten der Wertschöpfungskette die nötige Planungssicherheit“, erklärte der Director Category Management bei Aldi Nord, Tobias Heinbockel.

Laut dem Director National Buying bei Aldi Süd, Erik Döbele, ist die Umstellung auf ausschließlich deutsche Herkunft ein weiterer wichtiger Baustein des Haltungswechsels. „Neben dem Bekenntnis zur Qualität aus Deutschland möchten wir den deutschen Ferkelerzeugern eine verlässliche Zukunftsperspektive für den Standort Deutschland geben“, erklärte der Manager. Mit der Umstellungsphase bis zum vierten Quartal 2022 will Aldi in Absprache mit seinen Lieferanten dem komplexen Zusammenspiel der Lieferkette gerecht werden, um ausreichend Zeit für die Umstellung zu ermöglichen. Der Discounter will sich darüber hinaus auch weiterhin aktiv im Rahmen der Initiative Tierwohl (ITW) engagieren, um im Sinne der Branchenlösung die Nämlichkeit zu realisieren. Die Transformation der deutschen Landwirtschaft zu tiergerechteren Haltungsformen werde marktseitig unterstützt. AgE

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