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Green-Deal-Folgen - Hudetz warnt vor Gefährdung der Versorgungssicherheit

Dr. Manfred Hudetz © IVA

FRANKFURT. Die Bedeutung der heimischen Agrarwirtschaft für die Versorgungssicherheit mit Lebensmitteln hat der Präsident des Industrieverbandes Agrar (IVA), Dr. Manfred Hudetz, unterstrichen und vor den Folgen einer ordnungsrechtlichen Durchsetzung der pauschalen Ziele des Green Deal gewarnt. Der Verband sieht sich durch die in dieser Woche vorgelegte Studie der Universität Kiel zu den Folgen der Farm-to-Fork-Strategie, an der er sich auch beteiligt hatte, in seiner Haltung bestätigt. Die Studie zeige ganz klar, dass die Farm to Fork-Strategie und der Green Deal zu einem erheblichen Rückgang der Agrarproduktion in Europa und zu deutlich höheren Verbraucherpreisen hierzulande führen würden, stellte Hudetz fest.

Der IVA-Präsident forderte die EU-Kommission auf, klar und deutlich den politischen Willen zu kommunizieren, dass es mit der Umsetzung zu genau diesen weitreichenden Folgen kommen werde. Zugleich erklärte Hudetz, dass der Verband im Grundsatz die Ziele der Farm-to-Fork-Strategie und des Green Deal mittrage. Allerdings lehne man die Vorgabe pauschaler Reduktionsziele ohne eine gründliche vorherige Folgenabschätzung ab. Der IVA-Präsident warnte davor, diese Ziele per Ordnungsrecht durchzuboxen.

Innovationen, Digitalisierung und biologische Pflanzenschutzmittel machten ambitionierte Reduktionsziele für die chemisch-synthetischen Mitteln möglich, führte Hudetz weiter aus. Die europäische Pflanzenschutzindustrie trage ihren Teil dazu bei und werde bis 2030 insgesamt 14 Mrd Euro für innovative Lösungen in der Landwirtschaft investieren.

Der Studie des Instituts für Agrarökonomie der Universität Kiel zufolge würde bei Umsetzung der Green-Deal-Ziele die Erzeugung von Getreide, Ölsaaten und Rindfleisch in der EU-27 um jeweils rund 20 % abnehmen. Die Preissteigerungen würden für Rindfleisch fast 60 %, für Schweinefleisch etwa 50 %, für Rohmilch mehr als 30 % sowie für Obst und Gemüse, Ölsaaten und Getreide zwischen 10 % und 20 % betragen. AgE

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