Zur Navigation springen Zum Inhalt springen
Radio öffnen
StartPause

realPlayerWinampiTunesWindows Media Player

Geflügelpest - Französische Impfstoffhersteller optimistisch

© Landwirt Radio

PARIS. In Frankreich machen die Arbeiten an Impfstoffen gegen die Hochpathogene Aviäre Influenza (HPAI) offenbar gute Fortschritte. Die Hersteller haben jetzt auf die notwendigen Vorlaufzeiten zur Aufnahme der Produktion hingewiesen. Die Unternehmen brauchten einen staatlichen Auftrag, erklärte der Geschäftsführer von Ceva Santé Animale, Marc Prikazsky, im Interview mit der Tageszeitung „Sud Ouest“. Selbst wenn kurzfristig grünes Licht gegeben werde, könne die Massenproduktion nicht vor September 2023 anlaufen. Laut Prikazsky wird der Impfstoff seines Unternehmens derzeit vom Amt für Gesundheitsschutz in Ernährung, Umwelt und Arbeit (ANSES) getestet und liefert „gute Ergebnisse, die den Erwartungen entsprechen“.

Zuversichtlich ist auch der Hersteller des zweiten in der Entwicklung befindlichen Impfstoffes, Boehringer Ingelheim. Nach Angaben des Unternehmens sind die vorliegenden Zwischenergebnisse zu seinem Produkt „sehr ermutigend“. Die laufenden Versuche untersuchten die Wirksamkeit gegen einen Virusstamm, der in Frankreich bei Enten isoliert worden sei. Das Vakzin könne einen breiten Schutz gegen eine große Anzahl von verschiedenen Subtypen des H5-Virus bieten. Zudem teste man andere Technologien, die sich in den USA bereits in der Zulassungsphase befänden.

Boehringer-Präsident Erick Lelouche erklärte, das Unternehmen arbeite mit allen Interessengruppen zusammen, um die logistischen, materiellen und finanziellen Aspekte einer Impfkampagne zu diskutieren. Natürlich stehe man auch mit den Behörden über den regulatorischen Rahmen im Austausch. Laut Boehringer wurden in diesem Jahr in Frankreich mehr als 20 Millionen Nutzvögel aufgrund der Geflügelpest gekeult; die direkten wirtschaftlichen Kosten werden auf 1,2 Mrd Euro geschätzt. AgE/pk

Unsere Kooperationspartner, Unterstützer und Sponsoren

WEITERE NEWS

MÜNCHEN. Die heutige Zustimmung des Bundesrates zum geänderten Tierarzneimittelgesetz (TAMG) ist beim Bayerischen Bauernverband (BBV) auf scharfe Kritik gestoßen. Die darin enthaltene pauschale Forderung einer Antibiotikareduktion um 50 % - noch dazu...

Weiterlesen

BONN/BRÜSSEL. Für Deutschlands Winzer sind die Brüsseler Pläne zur Verringerung des Einsatzes von Pflanzenschutzmittel „von besonderer Brisanz“. Das von der EU-Kommission vorgeschlagene Totalverbot von Pflanzenschutzmitteln in sogenannten...

Weiterlesen

BERLIN. Eine vom Bundeslandwirtschaftsministerium vorgeschlagene Regelung zur Minimierung der Mineralölbelastung von Lebensmitteln ist am Widerstand der Länder gescheitert. Der Bundesrat stimmt heute einer Änderung der Bedarfsgegenständeverordnung...

Weiterlesen

BONN. Mit Blick auf den Gewässerschutz gilt es, den Dialog zwischen Landwirtschaft, Behörden sowie Naturschutz- und Wasserschutzorganisationen weiter zu stärken. Darauf hat Dr. Mark Winter vom Industrieverband Agrar (IVA) heute bei einer von seiner...

Weiterlesen

BERLIN. Die deutschen Waldeigentümer haben eine gemischte Bilanz zum Jahr 2022 gezogen. Der Wald befinde sich seit 2018 in einer fortwährenden Krise, stellte der Präsident der „Arbeitsgemeinschaft Deutscher Waldbesitzerverbände (AGDW) - Die...

Weiterlesen

BERLIN. Grundlegende Änderungen am Regierungsentwurf für ein Tierhaltungskennzeichnungsgesetz fordert auch der Handelsverband Lebensmittel (BVLH). Hauptgeschäftsführer Franz-Martin Rausch mahnte anlässlich der ersten Lesung des Regierungsentwurfes im...

Weiterlesen