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Forschungsvorhaben - Keine wesentlichen klimawandelbedingten Ertragsrückgänge bis 2050

Dr. Mareike Söder © Thünen-Institut

BRAUNSCHWEIG. Der Klimawandel wird im deutschen Pflanzenbau bis Mitte dieses Jahrhunderts insgesamt zu keinen wesentlichen Ertragsrückgängen führen. Das ist ein Ergebnis des Forschungsvorhabens „Klimawandelbedingte Ertragsveränderungen und Flächennutzung“, das Dr. Mareike Söder von der Stabsstelle Klima des Thünen-Instituts vergangene Woche in Berlin vorgestellt hat. Danach nimmt die Belastung durch Hitze zwar zukünftig weiter zu. Die verwendeten Klimaprojektionen und Methoden zeigen jedoch keine steigenden Ertragsverluste durch Trockenheit oder Staunässe sowie zunehmende Ertragsschwankung.

Der Wissenschaftlerin zufolge ergeben sich regional Ertragszuwächse eher in heutigen Niedrigertragsregionen, während Einbußen vornehmlich in Hochertragsregionen zu erwarten sind. Lediglich Mais könne kaum vom CO2-Düngeeffekt profitieren. Zudem zeigten die Projektionen, dass Winterweizen zukünftig weniger vom steigenden CO2-Gehalt der Atmosphäre profitieren werde als in der Vergangenheit.

Söder betonte, dass die Bandbreite der von den Klimamodellen projizierten Niederschlagsentwicklung in den ertragsrelevanten Zeiträumen groß sei. Unsicherheiten bestünden besonders hinsichtlich der Verlässlichkeit der projizierten Niederschläge im Frühjahr, da die Klimamodelle die in den letzten Jahren beobachtete Frühjahrstrockenheit nicht adäquat abbildeten. Die mögliche Zunahme von Starkregen, Stürmen, Hagel und Überschwemmungen sowie Schadorganismen könne zukünftige Erträge und deren Stabilität zusätzlich beeinträchtigen. In den Analysen seien diese Faktoren ebenso wie eine gezielte Anpassung noch nicht berücksichtigt.

Das Forschungsprojekt bestätigt nach Ansicht von Söder die dringende Notwendigkeit, die Pflanzenproduktion kontinuierlich und bestmöglich an die klimatischen Veränderungen anzupassen. Dies sei die Voraussetzung, um eine wettbewerbsfähige und nachhaltige Produktion in Deutschland zu sichern, nicht zuletzt im Kontext einer steigenden Nachfrage nach Agrarrohstoffen und globalen Klimafolgen. Beteiligt am dem Vorhaben waren neben dem Thünen-Institut der Deutsche Wetterdienst (DWD), das Julius Kühn-Institut (JKI) sowie das Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF). AgE

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