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Flächenfraß - BWV: Landesregierung muss auf Wiederzunahme reagieren

Michael Horper © BWV

KOBLENZ. Auf wieder wachsende Verluste an landwirtschaftlicher Nutzfläche in Rheinland-Pfalz hat der Bauern- und Winzerverband (BWV) Rheinland-Nassau im Vorfeld des Weltbodentages aufmerksam gemacht, der am kommenden Montag begangen wird. Die „erfreuliche Entwicklung“, dass man die tägliche Flächenversiegelung von durchschnittlich 6,6 ha in den Jahren 2004 bis 2007 auf 0,4 ha in den Jahren 2014 bis 2017 reduziert habe, sei „ausgebremst“ worden, erklärte der Verband heute.

In den Jahren 2017 bis 2020 habe die tägliche Flächenversiegelung in dem Bundesland durchschnittlich wieder 2,0 ha betragen, berichtete der BWV. Nach ersten Einschätzungen der Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz steige der Wert sogar weiter an. Und zusätzlich zu den versiegelten Flächen würden sogenannte Ausgleichsflächen der landwirtschaftlichen Produktion entzogen.

Präsident Michael Horper forderte Maßnahmen gegen den Verlust landwirtschaftlicher Nutzfläche. Die Landesregierung müsse verstärkt die Möglichkeiten des Landesnaturschutzgesetzes nutzen, um bestehende Biotope und ökologisch wertvolle Flächen aufzuwerten sowie produktionsintegrierte Maßnahmen vorzusehen, anstatt der Landwirtschaft die dringend benötigte Fläche weiter zu entziehen.

Darüber hinaus müsse die Stiftung Kulturlandschaft Rheinland-Pfalz bei geplanten Baumaßnahmen und notwendigen Ausgleichsmaßnahmen intensiver einbezogen werden, so Horper. Dabei seien Bewirtschaftungs- und Pflegemaßnahmen durch Landwirte und Winzer vorrangig zu nutzen. Dies führe zu einer dauerhaften Aufwertung von Naturhaushalt und Landschaftsbild.

Grundsätzlich müsse auch geprüft werden, inwieweit die aktuelle jährliche Flächenversiegelung wieder reduziert werden könne, unterstrich Horper. Politische Krisen, der Klimawandel und eine steigende Weltbevölkerung „mahnen uns, sorgsam mit landwirtschaftlichen Flächen umzugehen“. Lebensmittel, pflanzliche Rohstoffe und erneuerbare Energien würden in Anbetracht der aktuellen Herausforderungen mehr denn je dringend benötigt. AgE/lu

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