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Finnland – Regulierung des Wolfbestandes soll 2021 beginnen

Foto: © Andreas Bohl - Pixabay

HELSINKI. Finnland bereitet eine erneute Regulierung des Wolfbestandes vor. Das Landwirtschaftsministerium in Helsinki hat dazu in dieser Woche eine Arbeitsgruppe unter Leitung des Nationalen Instituts für Natürliche Ressourcen (LUKE) mit der Bestimmung des aktuellen Bestandes und der Definition eines günstigen Erhaltungszustands für den Beutegreifer beauftragt. Wenn diese planmäßig im kommenden Jahr ihre Analyse abgeschlossen und einen günstigen Erhaltungszustand für die Tierart bestätigt hat, sind nach Einschätzung von Landwirtschaftsminister Jari Leppä die rechtlichen Voraussetzungen für die Regulierung des Wolfbestandes erfüllt. Im Winter 2021/22 könne dann unter Beachtung der rechtlichen Auflagen mit der Bejagung der Wolfspopulation begonnen werden.

Das finnische Modell des Wolfsmanagement sieht ausdrücklich auch die Regulierung vor. In der Vergangenheit stießen derartige Versuche aber oft auf erbitterten Widerstand von Tierschützern oder wurden gerichtlich untersagt. Nach Auffassung von Fachleuten sollte ein „gesunder“ Wolfsbestand in Finnland etwa 25 Rudel umfassen.

Zum Vergleich: In Deutschland, das nur rund 20 000 km2 größer ist als Finnland, dafür aber deutlich dichter besiedelt, wird der aktuelle Bestand vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) mit 128 Wolfsrudeln, 35 Paaren sowie zehn Einzelgängern angegeben. Der Deutsche Jagdverband (DJV) schätzt die gesamte Population auf rund 1 800 Tiere und geht davon aus, dass der Bestand jedes Jahr um 30 % wächst.

In Schweden wird der Wolfsbestand wie schon in anderen Jahr auch in diesem Winter reguliert. Dort leben nach Erhebungen der zuständigen Behörden insgesamt 365 Wölfe. Als günstigen Erhaltungszustand werden 300 Einzeltiere und 30 Rudel angesehen, so dass nun wieder Lizenzen für die Bejagung der „überschüssigen“ Tiere erteilt werden.

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