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Europäische Union – Leichter Anstieg des Schweinebestandes

Foto: ©Hans Braxmeier - pixabay

LUXEMBURG. Die Schweinehalter in der Europäischen Union haben ihre Bestände in den zwölf Monaten bis zum Frühsommer 2020 moderat aufgestockt. Das geht aus aktuellen Daten des Statistischen Amtes der Europäischen Union (Eurostat) hervor, die teilweise aber noch vorläufig und auch nicht komplett sind. Demzufolge wurden in acht  Mitgliedstaaten, in denen es eine Sommerzählung gibt und die etwa 65 % des Gesamtbestandes der EU-27 repräsentieren, im Mai beziehungsweise Juni 2020 insgesamt knapp 93,0 Millionen Schweine gehalten; das waren 857 000 Stück oder 0,9 % mehr als bei der vergleichbaren Vorjahreserhebung. Als großer Schweineproduzent in der EU fehlt allerdings noch Spanien mit mehr als 30 Millionen Schweinen bei dieser Zählung, die normalerweise in 13 Ländern sowie dem Vereinigten Königreich durchgeführt wird.

In allen Tierkategorien hat es den Luxemburger Statistikern zufolge Bestandszuwächse gegeben, auch bei den Zuchtsauen. Die Zahl der Muttertiere nahm binnen Jahresfrist insgesamt um 42 200 Stück oder 0,6 % auf 6,99 Millionen Tiere zu. Bei den 4,91 Millionen gedeckten Sauen war auffällig, dass der Anstieg bei den erstmals tragenden Tieren mit 1,7 % auf 913 000 Stück überdurchschnittlich ausfiel. Auch bei den nicht belegten Zuchtsauen war der Zuwachs bei den Jungtieren mit 2,9 % auf 821 500 Stück stärker ausgeprägt als in den anderen Tierklassen.

In vier EU-Staaten haben sich die Schweinebestände im Vorjahresvergleich erhöht und damit für den Gesamtanstieg gesorgt. Dies war insbesondere in Polen mit einem Zuwachs von gut 650 000 Tieren oder 6,0 % auf 11,43 Millionen Schweine der Fall. Deutlich ausgebaut haben auch die dänischen Erzeuger ihre Herden, und zwar um 611 000 Stück oder 4,9 % auf 13,16 Millionen Schweine. Allerdings dürfte die Corona-Pandemie das Ergebnis beeinflusst haben. Die Schlachtbetriebe konnten nicht alle Kapazitäten ausnutzen und die Vermarktung schlachtreifer Tiere geriet teilweise ins Stocken, was zu einem ungewöhnlich hohen Anstieg des Mastschweinebestandes um 11,1 % führte. Ähnliches dürfte in Italien gegolten haben, wo der der Schweinebestand insgesamt um 3,1 % auf 8,91 Millionen Tiere zunahm.

In der Hälfte aller EU-Länder mit Viehzählungsergebnissen waren im Frühsommer weniger Schweine als zwölf Monate zuvor eingestallt. Nach dem endgültigen Ergebnis des Statistischen Bundesamtes (Destatis) nahm die Zahl der hierzulande gehaltenen Schweine gegenüber Mai 2019 um 480 000 Stück oder 1,8 % auf 25,48 Millionen ab. Ähnlich stark schrumpfte relativ gesehen mit einem Minus von 1,7 % auf 12,03 Millionen Tiere der Bestand in den Niederlanden. Dort sorgte auch ein staatliches Produktionsaufgabeprogramm für das Minus. Geringere Rückgänge des Schweinebestandes wurden zudem aus Belgien mit 0,4 % auf 6,07 Millionen Tiere sowie aus Frankreich mit 0,2 % auf 13,21 Millionen Stück gemeldet.

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