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Ernte 2020 – Getreideaufkommen in Osteuropa wahrscheinlich durchwachsen

Foto: ©Kira Hoffman - Pixabay

MOSKAU/KIEW/NURSULTAN/MINSK. In den osteuropäischen Getreideerzeugerländern Russland, Ukraine, Kasachstan und Weißrussland zeichnen sich für die diesjährige Ernte unterschiedliche Entwicklungsrichtungen ab. Russlands Landwirtschaftsminister Dmitrij Patruschew beließ gestern seine betreffende Prognose gegenüber „agroinvestor.ru“ für die laufende Vermarktungssaison 2020/21 bei 122,5 Mio t Getreide; im vergangenen Jahr hatten die russischen Landwirte 120,6 Mio t Getreide gedroschen. Von der Gesamternte sollen ‑ ebenfalls wie bisher erwartet - nur 75 Mio t auf Weizen entfallen, was gegenüber der relativ kleinen Vorjahresmenge einem Zuwachs von lediglich 500 000 t entsprechen würde.

Dagegen dürfte sich die diesjährige Getreideernte in der Ukraine nach der jüngsten Prognose der Kiewer Unternehmensberatung APK-Inform im Vergleich zu 2019/20 um 4,8 % auf 71,5 Mio t verringern. Für die Weizen- und Gerstenproduktion rechnen die Analysten sogar mit einem Minus von 10,5 % auf 25,3 Mio t beziehungsweise mit einem Rückgang um 16,3 % auf 7,5 Mio t. Mit Blick auf die ukrainische Maiserzeugung erwarten die Fachleute dagegen ein Plus von 2 % auf 36,6 Mio t.

Deutlich optimistischer sind indes die Prognosen für die diesjährigen Ernten in Kasachstan und Weißrussland. Das kasachische Landwirtschaftsministerium veranschlagt nun die betreffende Erzeugung 2020 auf 20,5 Mio t Getreide; das wären 17 % mehr als im Vorjahr. Derweil sieht Weißrusslands Landwirtschaftsministerium das Getreideaufkommen im eigenen Land aktuell bei 8,2 Mio t. Im Vergleich zu der von der Statistikbehörde Belstat ausgewiesenen Vorjahresmenge wäre dies eine Steigerung um 12 %. Nach Einschätzung des Präsidenten Weißrusslands, Alexander Lukaschenko, dürfte sich die finanzielle Situation der Agrarunternehmen angesichts dieser „beispiellos großen“ Ernte verbessern.

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