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Dänemark – Verbraucher sollen auch beim Essen an Klimaschutz denken

Foto: Pasja1000 - Pixabay

KOPENHAGEN. Der Ernährungsrat der dänischen Regierung hat erstmals seit seiner Gründung Empfehlungen für eine klimaschonende Ernährung herausgegeben. Das Gremium, das seit Jahrzehnten offizielle Empfehlungen für eine gesunde Ernährungsweise abgibt, soll auf diese Weise einen Beitrag zum dänischen Klimaschutzziel leisten, das bis 2030 eine Reduzierung des klimatischen Fußabdrucks um 70 % zum Stand von 1990 vorsieht.

Der Rat weist in einer aktuellen Stellungnahme darauf hin, dass jeder Däne pro Tag über seine heutige Ernährung einschließlich den Getränken Emissionen von rund 8 kg Kohlendioxid verursache. Ein auf Klimaschutz hin optimierter Speisezettel könne diesen „Carbon Footprint“ allerdings um bis zu 35 % senken. Besonders großes Potential liege dabei in einer Reduzierung des Fleischkonsums und der bewussten Auswahl klimafreundlicher Lebensmittel.

Konkret empfiehlt der Ernährungsrat daher eine pflanzen- und abwechslungsreiche Diät ohne Völlerei, dafür mit viel Obst und Gemüse. Der Anteil von Fleisch auf dem Teller sollte zugunsten von Hülsenfrüchten, Fisch und Vollkornprodukten verringert werden. Statt tierischer Fette sollen die dänischen Verbraucher stärker auf pflanzliche Fette setzen. Ohnehin wird zu einer Reduzierung von Fett, Zucker und Salz im Essen geraten. Als Durstlöscher empfiehlt der Ernährungsrat ausschließlich Wasser.

Landwirtschaftsminister Dan Jørgensen betonte bei der Vorstellung der neuen offiziellen Richtlinie, dass es nicht darum gehe, die Ernährungsgewohnheiten der Bürger komplett zu ändern. Vielmehr wolle man zum Nachdenken anregen und eine höhere Sensibilität für das Thema „Klimaschutz mit Lebensmitteln“ erreichen. Selbst kleine Veränderungen könnten viel bewirken, wenn viele dabei mitmachten, so Jørgensen.

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