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Dänemark - Klimarat sieht für Biogas keine Zukunft im Transportsektor

(c) pixabay

KOPENHAGEN. Der dänische Klimarat hält den Einsatz von Biogas im Verkehrssektor für kontraproduktiv und spricht sich deshalb für ein Ende der betreffenden staatlichen Förderung aus. In einer aktuellen Stellungnahme erklärt der Rat, dass eine Fokussierung auf Biogas als Antriebsenergie von Schwerlastfahrzeugen mangels ausreichend verfügbarer Biomasse in einer Sackgasse enden würde. Im schlimmsten Fall drohe sogar die verlängerte Nutzung von fossilem Erdgas, mit dem fehlendes Biogas zwangsweise substituiert werden müsse.

Der Klimarat hält es deshalb für vernünftiger, die derzeit bestehende Förderung der Biogasnutzung in Fahrzeugflotten der Logistikbranche auslaufen zu lassen. Stattdessen sollte eine allgemeine Treibhausgas-(THG)-Steuer eingeführt werden, um den Spediteuren den Umstieg auf klimafreundlichere Energieformen wie Elektroantriebe zu erleichtern, heißt es in der Stellungnahme.

Beim Fachverband Biogas Denmark stößt diese Einschätzung erwartungsgemäß auf klaren Widerspruch. Er weist darauf hin, dass das dänische Parlament bereits im April ein neues Biokraftstoffgesetz verabschiedet habe, wonach die geförderten Biokraftstoffe ohnehin nicht auf die THG-Minderungsquote angerechnet werden könnten. Damit werde ein zusätzlicher Markt für nicht gefördertes Biogas geschaffen.

Nach Überzeugung des Fachverbandes wird sich deshalb ein Markt für dieses „frei“ hergestellte Biogas bilden. Dieses biete beispielsweise im Gegensatz zum größtenteils lebensmittelbasierten Bioethanol den Vorteil, dass es vollständig aus Reststoffen gewonnen werden könne. Daher sei die Nutzung von Biogas im Schwerlastbereich ein echter Beitrag zur grünen Verkehrswende, betonte Biogas Denmark. AgE

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