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Auslaufmodell Anbindehaltung - Aldi stellt bei Trinkmilch auf die Haltungsformen 3 und 4 um

© Aldi

MÜHLHEIM. Der Discounter Aldi will Trinkmilch aus den Haltungsformen 1 und 2 bis zum Jahr 2030 schrittweise aus den Regalen verbannen. Der Lebensmitteleinzelhändler folgt mit der heutigen Ankündigung dem Handelsriesen Edeka, der Anfang der Woche mit der Ankündigung vorgeprescht war, seine Eigenmarken schon im Jahresverlauf 2022 auf die Haltungsstufe 2 oder höher umzustellen. Dies hätte zur Folge, dass Milch aus ganzjähriger Anbindehaltung - eingeordnet in der Haltungsstufe 1 entsprechend den gesetzlichen Mindestanforderungen - sukzessive aus den Supermärkten verschwindet. Wie Aldi heute weiter mitteilte, reagiert man mit der Sortimentsänderung auf die positiven Verbraucherreaktionen auf den vor einem halben Jahr angekündigten Umstieg auf tierwohlgerechtere Haltungsformen bei Frischfleisch.

 

Schon heute stamme ein Viertel der Milch aus den Haltungsformen 3 ("Außenklima") und 4 ("Premium"), heißt es in einer gemeinsamen Presseverlautbarung von Aldi Süd und Aldi Nord. Laut den Plänen des Discounters soll dieser Anteil bis 2023 auf 40 % steigen. Nur ein Jahr später will Aldi dann in seinen Regalen gar keine Trinkmilch mehr aus der Haltungsform 1 anbieten. „Die Entwicklung der letzten Jahre zeigt: Die Nachfrage nach Tierwohl-Produkten wächst stetig, erläuterte Dr. Tanja Hacker, Managing Director Category Management bei Aldi Nord. Mit der heutigen Ankündigung schaffe man marktseitig Planungssicherheit, um auch in der Milchviehhaltung den Umstieg zu mehr Tierwohl zu realisieren. 

Der Discounter will den von ihm proklamierten „Haltungswechsel“ als klares Signal in den Markt verstanden wissen. „Wir verstehen uns ausdrücklich als Partner in der Wertschöpfungskette und bieten Landwirtinnen und Landwirten mit einem realistischen Stufenplan über Jahre hinaus Planungssicherheit und verlässliche Absatzperspektiven für Tierwohlware aus Deutschland“, so Erik Döbele, Managing Director National Buying von Aldi Süd. Gleichzeitig appelliere man weiter an Politik, Handel und Industrie, gemeinsam mit Aldi an einem der bedeutsamsten Transformationsprojekte - der Zukunftssicherung der deutschen Landwirtschaft - mitzuarbeiten. AgE

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