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Artenschutz - BASF unterstützt Biodiversitätsmaßnahmen der Landwirte

(c) pixabay

LIMBURGERHOF. Der Agrarchemiekonzern BASF will den Landwirten in Sachen Artenschutz unter die Arme greifen. Wie das Unternehmen heute mitteilte, sollen die landwirtschaftlichen Betriebe dabei unterstützt werden, die richtige Balance zwischen Ökonomie und Ökologie zu schaffen. Dies bedeute, gleichzeitig die Produktivität zu fördern und Ressourcen, Umwelt und Klima zu schonen. Dabei verfolgt der Konzern unter anderem das Ziel von 10 % vernetzten Biodiversitätsflächen ohne Verlust von Ertrag und Ackerland.

Den Bauern soll dazu laut BASF „ein finanziell attraktives Programm“ für die Umsetzung von Biodiversitätsmaßnahmen angeboten werden. Ab 2022 will der Konzern den Handel mit Biodiversitätszertifikaten als Pilotmaßnahme starten. Das bereits laufende Pilotprojekt „Lerchenbrot“ sei für die aktuelle Anbausaison auf 170 ha reine Biodiversitätsfläche ausgeweitet worden.

Der Konzern wies zudem darauf hin, dass er bereits seit 2013 mit verschiedenen Landwirten und Experten im Rahmen des FarmNetzwerks Nachhaltigkeit daran arbeite, mehr vernetzte Biodiversitätsflächen in die Agrarproduktion zu integrieren. Aus den gewonnenen Erkenntnissen habe ein Beirat, bestehend aus Experten aus Landwirtschaft, Natur- und Umweltschutz, eine „Checkliste Biodiversität“ erarbeitet, welche zehn ökologisch wirksame und praktikabel umzusetzende Maßnahmen zur Biodiversitätsförderung zusammenfasse.

Häufig sei jedoch die Finanzierung dieser kostspieligen Maßnahmen eine große Hürde für Landwirte, erklärte der Leiter Kommunikation und Nachhaltigkeit bei der BASF Agricultural Solutions Europa Nord, Markus Röser. Daher seien die Maßnahmen der „Checkliste Biodiversität“ mit einem „Preisschild“ für die Umsetzung der Biodiversitätsmaßnahmen versehen worden. Dieses umfasse neben den anfallenden Kosten für zum Beispiel Saatgut auch Pflegeaufwendungen oder Ertragsausfälle.

„BASF bietet damit Landwirten seit dieser Anbausaison neben einer fachlichen Beratung auch eine finanzielle Unterstützung für die Umsetzung von Biodiversitätsmaßnahmen an“, betonte Röser. Die Abwicklung erfolge über das BASF-eigene Loyalitätsprogramm „FarmersClub“. Entscheide sich ein Landwirt anstelle der herkömmlichen Prämien für „Biodiversitätsleistungen“, verdopple der Konzern seine Punkte und ermögliche eine Auszahlung in Euro. Voraussetzung dazu sei, dass der teilnehmende Landwirt Kunde bei der BASF sei. Außerdem müssten die Landwirte zusätzlich zu den vorgeschriebenen 5 % Ökologische Vorrangflächen (ÖVF) noch 1 % Ackerfläche in Biodiversitätsareale umwandeln, und zwar mit drei Maßnahmen aus der „Checkliste Biodiversität“.

Um die Umsetzung der Biodiversitätsmaßnahmen zu dokumentieren, wird dem Konzern zufolge eine Blockchain-Technologie genutzt. Landwirte dokumentierten die angelegten Maßnahmen über ein Tool, welches die Daten nach Bestätigung auf der Blockchain speichere. Daten zu Ort, Art und Standort der durchgeführten Maßnahmen seien somit transparent, rückverfolgbar und unveränderbar in Form eines Zertifikats gespeichert sowie über einen QR-Code abrufbar. AgE

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