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Antibiotika - Abgabemenge in der Tiermedizin 2020 leicht gestiegen

(c) pixabay

BRAUNSCHWEIG. Die Menge der in Deutschland von pharmazeutischen Unternehmen und Großhändlern an Tierärzte abgegebenen Antibiotika ist im vergangenen Jahr erstmals seit Beginn der Meldepflicht 2011 gestiegen. Wie das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) heute mitteilte, nahm die betreffende Menge im Vergleich zum Vorjahr um 31 t oder 4,6 % auf insgesamt 701 t zu. Innerhalb der vergangenen neun Jahre hat sich die Abgabe allerdings um 1 005 t beziehungsweise 58,9 % verringert.

Die Hauptabgabemengen verzeichnete das BVL - wie in den Vorjahren - für Penicilline mit rund 278 t und Tetrazykline mit 148 t, gefolgt von Sulfonamide mit 65 t, Makrolide mit 61 t und Polypeptidantibiotika mit 60 t. Das Bundesamt wies darauf hin, dass die Abgabemengen von Fluorchinolonen um 400 kg auf 6,4 t und bei Makroliden um 4 t auf 61 t gegenüber dem Vorjahr zugenommen hätten. Diese gehören zu den Wirkstoffen, die von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) mit besonderer Bedeutung für die Therapie beim Menschen eingestuft sind. Dies gilt auch für die im Vergleich zum Vorjahr unveränderten Mengen von Cephalosporinen der dritten und vierten Generation mit 1,3 t sowie der um 6 t auf 60 t gesunkenen Abgabe an Polypeptidantibiotika beziehungsweise Colistin.

Im langfristigen Vergleich mit 2011 sind laut BVL die Abgabemengen der Reserveantibiotika jedoch deutlich rückläufig gewesen, bei Fluorchinolonen um 22 %, bei Polypeptidantibiotika um 53 %, bei den Cephalosporinnen der dritten und vierten Generation um 63 % sowie bei Makroliden um 65 %. Das Bundesamt erläuterte, dass Tierarzneimittel wie Antibiotika eingesetzt würden, um kranke Tiere zu behandeln. Dies sei erforderlich, um die Tiergesundheit und den Tierschutz sicherzustellen und den Menschen vor Zoonosen zu schützen. Allerdings stelle die Verbreitung von Antibiotikaresistenzen in der Human- und Veterinärmedizin eine globale Bedrohung dar, denn der Transfer von antibiotikaresistenten Bakterien beziehungsweise von Resistenzgenen sei wechselseitig zwischen Mensch und Tier möglich. AgE

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