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Amtliche Schätzung – Weinerzeugung um 6 Prozent über Vorjahr erwartet

Foto: ©Gaby Stein - pixabay

WIESBADEN. Die Winzer in Deutschland erwarten in diesem Jahr eine Zunahme der Weinerzeugung um 6,4 % gegenüber 2019. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) auf der Basis erster Schätzungen heute in Wiesbaden mitteilte, wird mit bundesweit insgesamt 8,86 Mio hl Wein gerechnet. Im unterdurchschnittlichen Jahrgang 2019 waren es 8,32 Mio hl, und gegenüber dem Durchschnitt der Jahre 2014 bis 2019 wird die Produktionsmenge 2020 voraussichtlich um 0,4 % niedriger liegen.

Für die zwei großen Weinanbaugebiete Rheinhessen und Pfalz wird mit 2,40 Mio hl sowie 2,47 Mio hl mehr als die Hälfte der gesamten deutschen Weinmenge erwartet. Knapp ein weiteres Viertel entfallen voraussichtlich auf Baden mit 1,28 Mio hl und Württemberg mit 855 200 hl. Die verbleibenden 21 % verteilen sich auf die übrigen neun Anbaugebiete.

Die sich abzeichnenden Veränderungen gegenüber 2019 fallen laut Destatis in den einzelnen Regionen sehr unterschiedlich aus: In den Anbaugebieten Hessische Bergstraße und Mittelrhein soll das Weinaufkommen den Schätzungen zufolge kräftig steigen, und zwar um 46,6 % beziehungsweise 44,8 %. Auch für die Weingebiete Rheingau, Mosel und Pfalz werden deutliche Zuwächse vorausgesagt, nämlich um 28,6 % sowie 24,6 % und 13,5 %.

Mit einer kleineren Produktion müssen aufgrund von Trockenheit und regional auftretenden Spätfrösten hingegen die Erzeuger unter anderem in Saale-Unstrut, Franken und Sachsen rechnen; hier geht Destatis von einer um 11,9 % beziehungsweise 9,6 % und 6,7 % geringeren Weinmenge als 2019 aus. Leicht über Vorjahresniveau wird sich die Produktion voraussichtlich in Rheinhessen bewegen.

Von der gesamten Weinerntemenge 2020 werden nach Angaben der Statistiker 66 % auf Weißmost und 34 % auf Rotmost entfallen. Insbesondere in den Anbaugebieten Mosel Rheingau und Mittelrhein wird fast ausschließlich Weißmost erzeugt. Die Menge an Riesling, der beliebtesten deutschen Rebsorte, dürfte gegenüber dem Vorjahr um schätzungsweise 363 000 hl oder 22,2 % auf 2,00 Mio hl zulegen; allerdings war im vergangenen Jahr beim Riesling ein überproportional starker Produktionsrückgang verzeichnet worden. Dagegen wird für die flächenmäßig zweitwichtigste weiße Rebsorte Müller-Thurgau - nach den auch für diese stark ausgefallenen Einbußen im vorigen Jahr - erneut ein Rückgang erwartet, und zwar um 1,9 % auf 1,13 Mio hl.

Unter den roten Rebsorten wird gemäß der aktuellen Schätzung die Erzeugung von Blauem Spätburgunder um 6,1 % auf 919 600 hl zunehmen, die von Dornfelder hingegen um 6,3 % auf 818 200 hl abnehmen.

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