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Agrarische Prozessketten - Landtechnikhersteller wollen weg von digitalen Insellösungen

© pixabay

FRANKFURT. Die deutsche Landtechnikindustrie will angesichts globaler Herausforderungen wie Nachhaltigkeit und Ernährungssicherung künftig stärker auf die „digitale Durchgängigkeit“ von Prozessketten achten, die bislang oft unter Insellösungen einzelner Hersteller leidet. „Das Schlüsselwort lautet Interoperabilität“, erklärte der Geschäftsführer vom Fachverband Landtechnik im Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA), Dr. Tobias Ehrhard, heute in Frankfurt. Dazu sei ein konsequentes Denken über den Tellerrand der eigenen Maschinen- und Systemwelt hinaus notwendig. Neben der Bereitschaft für digitale Veränderung erfordere dies vor allem rechtsverbindliche Datenprotokolle. Dass diese diskriminierungsfrei zugänglich sein müssen, versteht sich für Ehrhard von selbst.

Damit beliebige Maschinen, Softwaresysteme, Unternehmen und Endanwender reibungslos miteinander interagieren könnten, seien standardisierte Kommunikationsprotokolle essentiell, so der Geschäftsführer. „Proprietäre Lösungen allein bringen hier niemanden weiter. Daher haben wir alle ins Boot geholt: Hersteller, Dienstleister, Landwirte und Verbraucher. Wir setzen auf eine Multi-Stakeholder-Community, denn der Nutzen wächst mit jedem zusätzlichen Akteur“, argumentierte Ehrhard.

Ihm zufolge ist Interoperabilität dabei weit mehr als die mechanische, hydraulische oder elektronische Verbindung von Traktor und Gerät, die bereits tausendfach praktiziert werde. Über dieses Stadium habe sich die Landtechnik längst hinausentwickelt. „Es genügt also keinesfalls, Maschinen, Softwaresysteme und Unternehmen lediglich an das Internet anzuschließen und miteinander zu verbinden“, betonte der Geschäftsführer. Vielmehr müssten alle Akteure befähigt werden, ganze Geschäftsprozesse und Datenpakete miteinander zu vernetzen und vollständig digital abzubilden. AgE

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