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Schweiz - Teuerungsrate bei Lebensmitteln vergleichsweise moderat

© pixabay

NEUCHATEL. Während in Deutschland die Verbraucherpreise für Lebensmittel stark nach oben geklettert sind, zeigt sich die Teuerungsrate in der Schweiz vergleichsweise moderat. Nach Angaben des Bundesamtes für Statistik (BFS) lagen die Preise für Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke im Juli im Durchschnitt nur um 1,9 % über dem Stand des Vorjahresmonats. Zum Vergleich: In Deutschland waren die Preise für Lebensmittel im Juli nach vorläufigen Angaben im Mittel um 14,8 % höher als vor Jahresfrist. Auch die allgemeine Teuerungsrate war in den vergangen zwölf Monaten in der Schweiz nicht so hoch wie in Deutschland.

Der vom BFS für die Eidgenossen im Juli ermittelte Preisauftrieb betrug gegenüber dem Vorjahresmonat 3,4 %; in Deutschland waren es Destatis zufolge dagegen 7,5 %. Deutliche Unterschiede gibt es in der Schweiz bei der Betrachtung der Inlandsgüter und der importierten Waren. Die Preise für Inlandsgüter waren im Juli um durchschnittlich 1,8 % höher als vor zwölf Monaten; bei den Importgütern wurde von den Statistikern hingegen eine Teuerungsrate von 8,4 % ermittelt.

Unterdessen hat sich die Stimmung der Schweizer Verbraucher aber ebenfalls weiter verschlechtert. Das zeigen die Juli-Ergebnisse der Umfrage bei den privaten Haushalten, die vom Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) quartalsweise durchgeführt wird. Laut SECO erwarten die Konsumenten eine schwache Wirtschaftsentwicklung. Zudem werde die eigene finanzielle Lage historisch negativ beurteilt. Daher bleibe die Neigung zu großen Anschaffungen weiterhin stark unterdurchschnittlich. Der Index der Konsumentenstimmung ist dem SECO zufolge erneut deutlich zurückgegangen, und zwar auf minus 42 Punkte. Erstmals werde damit das Niveau nach Ausbruch der Corona-Pandemie im April 2020 mit minus 39 Punkten noch unterschritten.

Die schlechte Stimmung unter den Verbraucher schlägt sich auch auf den Einzelhandel nieder. Laut dem von der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) am vergangenen Mittwoch (4.8.) vorgelegten „Markt Monitor“ sanken die Umsätze im ersten Halbjahr 2022 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 5,7 %. Im Segment Nahrungsmittel verringerten sich die Erlöse der Einzelhändler sogar um 7,4 %. AgE

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