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Weltmarkt für Zucker – Futures in New York und London auf deutlichem Erholungskurs

Foto: ©Markus Distekrath - Pixabay

NEW YORK/LONDON. Die Futures auf Roh- und Weißzucker an den Warenterminbörsen haben sich seit Ende April auf niedrigem Niveau deutlich fester entwickelt. An der Agrarterminbörse in London wurde der Kontrakt auf Weißzucker mit Fälligkeit im März 2021 heute Mittag gegen 12.40 Uhr hiesiger Zeit für 393,3 $/t (333 Euro) gehandelt. Gegenüber dem am 14. Juli 2020 markierten Elfjahrestief entspricht der jüngste Kurs einem Plus von 28,9 %. Auch für den Rohzucker an der New Yorker Börse ging es aufwärts. Für den betreffenden Märzfuture 2021 wurden zuletzt 14,34 cts/lb (268 Euro/t) bezahlt; das war im Vergleich zum im April erreichten Zwölfjahrestief ein Zuwachs von 39,4 %.

Analysten begründeten die positive Entwicklung zuletzt unter anderem mit Spekulationen, dass das Zuckerrohraufkommen in Brasilien durch Regenmangel beeinträchtigt werden könnte. Das Land ist der größte Zuckerlieferant der Welt. Außerdem warteten die Marktakteure weiter auf eine Entscheidung der indischen Regierung über die künftige Förderung der Zuckerausfuhren aus dem eigenen Land. Indien ist global der drittgrößte Zuckerexporteur.

Unterdessen bezifferte die Brüsseler Kommission die Zuckererzeugung in der EU und im Vereinigten Königreich für die Ende September abgelaufene Vermarktungssaison 2019/20 auf 17,4 Mio t; das wären 230 000 t weniger als im Vorjahr. Der Fünfjahresdurchschnitt würde damit um 3 % verfehlt. Allerdings dürfte der Zuckerverbrauch in der EU-28 im Vorjahresvergleich um 500 000 t auf 18 Mio t zurückgegangen sein. Begründet wird dies mit den Folgen der Corona-Krise. Die Exporte der EU-28 veranschlagten die Brüsseler Fachleute für 2019/20 auf 0,8 Mio t Zucker; das wäre das niedrigste Niveau seit 2010/11 und halb so viel wie 2018/19. Unter dem Strich dürften die Lagerbestände bis Ende September im Vergleich zum Vorjahreszeitpunkt um 22 % auf 2,2 Mio t Zucker aufgestockt worden sein.

Die laufende Zuckerrübenernte in der EU-28 sieht die EU-Kommission bei 1,09 Mo t; das wären 3,4 % weniger als im Vorjahr. Begründet wird der Rückgang mit Ertragseinbußen durch Regenmangel und Pflanzenkrankheiten. Daraus dürfte sich eine Zuckerproduktion von 15,9 Mio t ergeben, nach 16,2 Mio t in der vergangenen Kampagne.

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