Zur Navigation springen Zum Inhalt springen
Radio öffnen
StartPause

realPlayerWinampiTunesWindows Media Player

Nutzhanf immer beliebter – Anbauareal so umfangreich wie noch nie

Foto: NickyPe - Pixabay

BONN. Die Anbaufläche von Nutzhanf in Deutschland hat im laufenden Jahr einen neuen Rekordumfang erreicht. Wie die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) heute in Bonn mitteilte, beläuft sich das betreffende Areal auf 5 362 ha; das waren 854 ha oder 18,9 % mehr als 2019. Damit setzte sich der 2014 gestartete Aufwärtstrend fort. Gleichzeitig erhöhte sich die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe mit Nutzhanfanbau auf 691, was fast einer Versiebenfachung gegenüber 2014 entspricht.

Wie die BLE zur Entwicklung der Anbaufläche von Nutzhanf rückblickend erklärte, fiel 1996 das seit 1982 geltende Anbauverbot für Faserhanf. Anbauberechtigt sind seitdem landwirtschaftliche Betriebe, wenn der Gehalt der Pflanzen an dem psychoaktiven Wirkstoff Tetrahydrocannabinol (THC) unter 0,2 % liegt. In der Folge weiteten die Landwirte die betreffende Anbaufläche deutlich aus; ein erstes Zwischenhoch wurde 1999 mit 4 068 ha verzeichnet. Allerdings führte der Wegfall der EU-Nutzhanfbeihilfe zu einer Einschränkung des Anbaus von Nutzhanf und einem Rückgang der Zahl der Anbaubetriebe in den Jahren 2010 bis 2013. Seitdem ging es aber wieder kontinuierlich aufwärts.

Der Bundesanstalt zufolge ist Hanf als nachwachsender Rohstoff vielfältig einsetzbar, zum Beispiel in der Papier- und Textilproduktion, als Bau- und Dämmmaterial sowie als Einstreu für Nutztiere. Zudem sei der Anbau von Nutzhanf gut für die Böden und bereichere die Fruchtfolge im Sinne einer nachhaltigen landwirtschaftlichen Praxis. Nutzhanf habe einen hohen Vorfruchtwert, weil er mit seinen tiefreichenden Pfahlwurzeln Wasser aus tiefen Bodenschichten hole. Außerdem seien die Pflanzen recht anspruchslos und robust und unterdrückten hervorragend Beikraut. Krankheiten und Schädlinge seien nur selten ein Problem.

Die BLE ist für die Kontrolle der Einhaltung der zulässigen THC-Gehalte der angebauten Nutzhanfsorten zuständig. Jeder Anbaubetrieb muss den Anbau bei der Behörde und bei dem zuständigen Bundesland anmelden. Darüber hinaus muss der Blütebeginn bei der Bundesanstalt gemeldet werden. Im Anschluss nimmt der BLE-Prüfdienst vor Ort Proben zur Bestimmung des THC-Gehalts. Mit der Ernte des Nutzhanfs darf erst nach einer Freigabe durch die BLE begonnen werden. 

Unsere Kooperationspartner, Unterstützer und Sponsoren

WEITERE NEWS

BERLIN. Gegen pauschale Pflanzenschutzmittelverbote spricht sich die CDUCSU-Bundestagsfraktion in einem Antrag zum Brüsseler Vorschlag für eine europäische Pflanzenschutzverordnung aus. Der Antrag wird heute in den Bundestag eingebracht und nach...

Weiterlesen

BERLIN. Für den Deutschen Bauernverband (DBV) wird Vizepräsident Detlef Kurreck an der Sitzung der Zukunftskommission Landwirtschaft (ZKL) in der nächsten Woche teilnehmen. Er vertritt DBV-Präsident Joachim Rukwied. Der Präsident des...

Weiterlesen

BRÜSSEL. Einige Europaabgeordnete der CDU halten es durchaus für möglich, dass die Europäische Kommission ihren im Juni vorgelegten Vorschlag zur Reduktion des Pflanzenschutzmitteleinsatzes wieder zurückzieht. Dementsprechend äußerten sich der...

Weiterlesen

BERLIN. Die diesjährige Kartoffelernte in Deutschland ist kleiner ausgefallen als im vergangenen Jahr. Das zeigen vorläufige Zahlen, die heute vom Bundeslandwirtschaftsministerium vorgelegt wurden. Demnach dürfte die Erntemenge bei rund 10,3 Mio t...

Weiterlesen

BERLIN. Seine Kritik am Brüsseler Verordnungsvorschlag zur Reduzierung des Pflanzenschutzmitteleinsatz hat der Deutsche Raiffeisenverband (DRV) nochmals untermauert. „Mit ihrem Vorschlag zur nachhaltigen Verwendung von Pflanzenschutzmitteln schießt...

Weiterlesen

QUEDLINBURG. Die Hängepartie um die weitere Privatisierung der ehemals volkseigenen Flächen stößt bei den Ländern auf Kritik. Die Agrarministerkonferenz (AMK) forderte vergangene Woche die beteiligten Bundesressorts auf, die Abstimmungen über die...

Weiterlesen