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Erster internationaler Aktionstag – Mehr Maßnahmen gegen Lebensmittelverschwendung gefordert

Foto: ©Wikipedia

BERLIN. Anlässlich des ersten Internationalen Aktionstages gegen Lebensmittelverschwendung haben Nichtregierungsorganisationen und Politiker mehr Gegenmaßnahmen gefordert. Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner erklärte heute, jedes Lebensmittel, das unnötig im Müll lande, sei eines zu viel. Ressourcen und Wertschätzung gingen verloren. Die Ministerin verwies auf die Nationale Strategie gegen Lebensmittelverschwendung. Mit zahlreichen Maßnahmen werde gesellschaftliches Bewusstsein geschaffen; ein zentraler Baustein sei hierbei der Bundespreis „Zu gut für die Tonne!“.

Die CSU-Europaabgeordnete Marlene Mortler forderte, den Umgang mit Lebensmitteln dringend zu überdenken. Die Konsumgesellschaft müsse sich zu einer Verantwortungsgesellschaft entwickeln, jedes Glied der Lebensmittelkette müsse dazu seinen Beitrag leisten. In diesem Kontext sei es auch wichtig, Kinder so früh wie möglich für das Thema zu sensibilisieren und ihnen Wertschätzung zu vermitteln. Laut Mortler gehen weltweit rund 14 % der Lebensmittel zwischen Ernte und Einzelhandel verloren.

Der World Wide Fund for Nature (WWF) forderte die Bundesregierung auf, ihre Maßnahmen zu intensivieren. Eine der wirkungsvollsten Maßnahmen sei die Messung von Lebensmittelverlusten entlang der gesamten Lieferkette, da somit Fortschritte sichtbar gemacht und Maßnahmen bewertet werden könnten. Dem WWF zufolge kann in Deutschland derzeit nicht sauber beziffert werden, welchen konkreten Beitrag die Verringerung der Lebensmittelverschwendung im Rahmen des nationalen Klimaschutzgesetzes leiste. Laut einer Studie von WWF und Waste Resource Action Program (WRAP) verursacht die Lebensmittelverschwendung in der Europäischen Union jährliche Kosten in Höhe von rund 143 Mrd Euro. In der Gemeinschaft würden pro Jahr 88 Mio t Nahrungsmittel verschwendet oder gingen verloren, bevor sie verzehrt werden könnten.

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