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Deutsche Waldtage 2020 – Klöckner mahnt Pflanzoffensive für die Wälder an

Foto: ©Mateusz Wyszyński - pixabay

BERLIN. Die Dringlichkeit, geschädigte Forstflächen wieder zu bewalden, hat Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner unterstrichen. „Wenn wir heute keine Bäume setzen, werden es uns die kommenden Generationen übelnehmen. In der Pflanzzeit jetzt im Herbst brauchen wir daher eine Pflanzoffensive für unsere Wälder“, betonte die Ministerin bei der Eröffnung der Deutschen Waldtage 2020 heute im Berliner Grunewald.

Klöckner verwies auf das Waldtage-Motto „Gemeinsam! Für den Wald.“ und forderte alle auf, zum Erhalt des Waldes beizutragen. Denn Dürre, Stürme und Borkenkäfer hätten in den vergangenen drei Jahren massive Schäden verursacht. Rund 285 000 ha Schadflächen müssten wiederbewaldet werden. Dabei würden unter anderem für den klimaangepassten Waldumbau 1,5 Mrd Euro an Hilfen bereitstehen. Zudem investiere der Bund massiv in die Waldforschung; hierzu zählten neben dem eigenen Thünen Institut (TI) mit etwa 130 Mio Euro jährlich auch Forschungs- und Entwicklungsmaßnahmen Dritter im Rahmen des WaldKlimaFonds in Höhe von rund 25 Mio Euro jährlich.

Am Beispiel des „Wald.Berlin.Klima“-Pfads im Grunewald skizzierte Klöckner ihre Vorstellung vom Waldumbau: Weg von Nadelholz-dominierten Beständen hin zu Mischwäldern aus Laub- und Nadelbäumen, um den Wald widerstandsfähiger gegen den Klimawandel zu machen. Zudem könne sich der Wald somit auch für klimaresistentere Baumarten öffnen, die bislang noch keine Verbreitung gefunden hätten.

Um einen klimaangepassten Waldumbau zu ermöglichen, würden in der Waldbewirtschaftung neue Wege beschritten, stellte die Ministerin fest. Geschädigte Waldflächen müssten in den meisten Fällen für die Wiederbewaldung vorbereitet werden. Neben der klassischen Flächenräumung könnten zukünftig in bestimmten Situation alternative Varianten für die Flächenvorbereitung hilfreich sein, wie beispielsweise eine Teilräumung der Flächen. Ähnliches gelte auch für die Wiederbewaldung. Um einen gezielten Waldumbau zu erreichen, sei die Pflanzung oft unumgänglich. In anderen Fällen könnten auch Saat oder natürliche Verjüngung ein Mittel der Wahl sein, sagte Klöckner. Letztlich seien es die Gegebenheiten vor Ort, die nach individuellen Lösungen für eine erfolgreiche Wiederbewaldung verlangten.

Bei den Deutschen Waldtagen handelt es sich um eine Initiative des Bundeslandwirtschaftsministeriums in Partnerschaft mit dem Deutschen Forstwirtschaftsrat (DFWR). Bundesweit bieten insgesamt mehr als 550 lokale Veranstaltungen und Mitmach-Aktionen bis zum Sonntagabend die Gelegenheit zum Austausch, zur Information und zum Mitmachen.

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