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Dänemark - Glyphosat laut Studie nicht schädlich für die Darmflora

Bild von Th G auf Pixabay

KOPENHAGEN. Der umstrittene Pflanzenschutzmittelwirkstoff Glyphosat hat allenfalls in unrealistisch hohen Dosen und in bereits krankhaft veränderter Umgebung messbare Auswirkungen auf das Mikrobiom des Verdauungssystems. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie der dänischen Umweltschutzbehörde (Miljøstyrelsen), bei der Forscher der Universität Aarhus und der Technischen Universität Dänemark (DTU) mögliche, durch das Totalherbizid verursachte Schäden auf Darmbakterien untersucht haben.

Wie die Behörde dazu erklärte, besteht heute kein Zweifel über die Bedeutung einer funktionierenden Darmbakterienflora für die Gesundheit von Menschen und Tieren. Vereinzelt sei jedoch spekuliert worden, dass Herbizide auf Glyphosatbasis bestimmte Enzyme im Stoffwechsel von Darmbakterien und damit deren Bildung wichtiger Aminosäuren hemmen. Dies könne theoretisch Folgen für die Vermehrung der Bakterien und damit die gesamte Darmflora haben.

Im Rahmen der Studie wurden lebende Ratten der fünffachen bis 50-fachen der für den Menschen tolerierbaren täglichen Aufnahmemenge (TDI) des Wirkstoffs ausgesetzt. Nach Angaben der Behörde zeigten Laboruntersuchungen von Darmproben aber auch nach zwei Wochen selbst bei höchster Dosierung nur sehr begrenzte Effekte auf die Menge und die Zusammensetzung der Darmbakterien.

Eine erkennbare Wirkung auf die Aminosäurebildung der Mikroorganismen sei nur dann festzustellen, wenn bereits ein krankhaft niedriger Aminosäurespiegel im Darmgewebe vorliege, konstatiert Miljøstyrelsen im Abschlussbericht der Studie. Sofern im Darm aber auch nur geringe Mengen Aminosäuren vorhanden seien, sei eine hemmende Wirkung von Glyphosat nicht mehr nachweisbar, da die Bakterien die benötigten Aminosäuren einfach aus dem Darm absorbierten. Somit sei davon auszugehen, dass von Glyphosat im Hinblick auf die Entwicklung der Mikroflora im Darm keine Gefahren ausgingen, so die Behörde. AgE

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